Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Deutschland: Politik will Christen aus der Jugendhilfe fernhalten

In Karlsruhe sorgt seit Monaten ein Streit für politische Wellen, der ein bemerkenswertes Licht auf die Frage wirft, wer in Deutschland eigentlich Kinder prägen darf – und wer nicht. Ein städtisches Gremium verweigert einer protestantischen Gemeinschaft die Zulassung als Träger der Jugendhilfe. Zuvor machten unter anderem Linke und Grüne gegen die kritische Haltung der Gruppe zu Homosexualität mobil – während linksradikale Akteure in der Jugendhilfe nicht infrage gestellt werden.

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Tradition: Priesterbruderschaft St. Pius X. bringt ein neues Magazin heraus

Wer die Priesterbruderschaft St. Pius X. nur aus den Medien kennt, erfährt meist wenig über ihre Arbeit und das Leben in ihren Gemeinden. Der Alltag der Priester, die Ausbildung der Seminaristen und das Glaubensleben der Familien bleiben vielfach im Hintergrund. Dabei zeigt gerade dieser Alltag, worum es der Bruderschaft geht: um das Heil der Seelen, die Weitergabe des Glaubens und den Dienst an der Kirche. Mit VERUM möchte die Bruderschaft von diesem Leben erzählen. Die erste Ausgabe erscheint offiziell am 23. Oktober.

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Wissen: 100 Jahre Weltmissionssonntag

Pius XI. genehmigte am 14. Juni 1926 die offizielle Einführung des Sonntags der Weltmission. Er legte ihn universalkirchlich auf den vorletzten Sonntag im Oktober fest. Die katholische Kirche betrachtet Mission als grundlegende Pflicht der Kirche und aller Gläubigen. Pius XI. stellte klar, dass die Verkündigung des Evangeliums keine optionale Aufgabe für Spezialisten ist, sondern das innerste Wesen der Kirche ausmacht.

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Geistliches: Die Gottesmutterschaft Mariens

Was macht die wahre Würde der Frau aus? Pater Heinrich Mörgeli (FSSPX) zeigt in seiner Predigt: Die Mutterschaft ist das tiefste Wesen der Frau. In ihr hat sie, zusammen mit dem Vater, Anteil an Gottes Schöpfermacht. Und auch die unverheiratete Frau ist zur geistigen Mutterschaft berufen, indem sie ihre Gottesliebe in der Nächstenliebe lebt. Was folgt daraus für die Mutterschaft Mariens? Und was ist ihr Geheimnis?

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Vatikan: Verharmlosung von Sünde als „Paradigmenwechsel“

Bei der Tagung zu „Amoris Laetitia“ unter Leo XIV. sei nicht mehr von „irregulären“ Beziehungen die Rede gewesen, erklärte der verheiratete Münsteraner Theologe Christian Bauer, der als „Experte“ an der Tagung teilgenommen hatte. Der methodologische Paradigmenwechsel des Dokuments wird nicht mehr in Frage gestellt: „Man muss synodal von konkreten Erfahrungen ausgehen und nicht hierarchisch von abstrakten Prinzipien.“

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Bischof Schneider: „Das Wirken der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist ein Werk der göttlichen Vorsehung für die Kirche“

Der Weihbischof von Astana, Athanasius Schneider, hat sich in einem Interview für die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) ausgesprochen. In dem Gespräch, das am 13. Oktober im „Catholic Herald” erschien, bezeichnete er das Wirken der Bruderschaft als „Werk der göttlichen Vorsehung” für die Kirche.

Bischof Schneider, einer der bekanntesten Fürsprecher der überlieferten Liturgie, hält die Kritik der Bruderschaft am Zweiten Vatikanischen Konzil und an der neuen Messe für berechtigt. Mehrere Konzilstexte seien nach seiner Einschätzung mehrdeutig.

Dem Messbuch von 1969 (Novus Ordo) wirft er lehrmäßige und liturgische Mängel vor, darunter eine Abschwächung des Opfercharakters der Messe und „protestantische Tendenzen”. Dies gelte besonders für die neuen Opferungsgebete und das Zweite Hochgebet, auch in der lateinischen Fassung. Die Kirche könne nicht einfach so weitermachen, sagte der Bischof. Die Unklarheiten müssten ausgeräumt und die neue Messe im Sinne der Tradition überarbeitet werden.

Dass der Vatikan von der Bruderschaft die Anerkennung des Konzils als „in Kontinuität mit der Tradition stehend” verlange, nannte Schneider „mentale Akrobatik”. Die Bruderschaft wolle lediglich die Messe feiern und die Lehre verkünden wie vor dem Konzil. Er forderte vom Heiligen Stuhl mehr Offenheit und Raum für Diskussion. Die Exkommunikation von Bischöfen der Bruderschaft im Sommer begründe Rom nicht mit Irrtümern der FSSPX, sondern mit ihrer Kritik an Konzil und neuer Messe.

Scharf kritisierte Schneider auch den Umgang des Vatikans mit anderen Konflikten. Während die Tradition bestraft werde, bleibe Rom gegenüber Abweichungen nachsichtig. Als Beispiele nannte er den Bischof von Antwerpen, der angekündigt habe, das Zölibatsgesetz zu ignorieren und verheiratete Männer zu weihen, den Synodalen Weg in Deutschland und das Abkommen mit China. Dahinter sieht er eine teilweise „feindliche Übernahme” des Heiligen Stuhls durch Kräfte, die den Glauben den Moden der Zeit anpassen wollten. Aufhalten könne dies nur ein Eingreifen Gottes.

Der Bischof beklagte zudem, dass die überlieferte Messe auch unter Leo XIV. weiterhin als etwas Gefährliches behandelt werde. Das Motu proprio „Traditionis custodes” bleibe in Kraft, und Bischöfe weltweit strichen weiterhin Messen im alten Ritus.

Die derzeitige Lage der Kirche verglich Schneider mit dem Exil der Päpste in Avignon. Wie damals die „Kleinen”, etwa die heilige Katharina von Siena, die Päpste zurückgeholt hätten, bereiteten heute gläubige Familien, junge Menschen und Ordensleute das Ende des „lehrmäßigen und liturgischen Exils” vor. Der Prälat zeigte sich überzeugt, dass Gott der Kirche danach wieder „hundertprozentig traditionelle” Päpste schenken werde.

Bischof Schneider selbst wird Ende Oktober die Messe bei der jährlichen Rom-Wallfahrt der Indultgemeinschaften feiern. Anders als im Vorjahr erhielt die Wallfahrt keine Erlaubnis für eine Messe im Petersdom. Der Gottesdienst findet stattdessen in der Basilika Santa Maria Maggiore statt.

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„Es ist noch zu früh, Prognosen über die Genesung von Leo XIV. abzugeben“, sagt Kardinalstaatssekretär Parolin

Papst Leo XIV. erholt sich nach einer Lungenoperation im römischen Gemelli-Krankenhaus. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin äußerte sich trotz der positiven medizinischen Meldungen vorsichtig. „Ich bin weiterhin besorgt“, sagte er vor Journalisten am Donnerstagabend. Auch eine mögliche Änderung der geplanten Lateinamerika-Reise ist noch offen.

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