Italien: Muttergottesstatue auf Berggipfel wurde mutwillig beschädigt
Einer der Dolomitengipfel in der Provinz Belluno, die Croda Granda, war kürzlich Schauplatz eines Sakrilegs: Eine Statue der Gottesmutter, die seit über vierzig Jahren auf dem Gipfel stand, wurde aus der Verankerung gerissen und in eine Schlucht geworfen. Zusammen mit ihr wurden auch zwei Gedenktafeln, die verstorbenen Bergsteigern gewidmet waren, entwendet.
Die Muttergottesstatue wurde von zwei Wanderern in einer Schlucht entdeckt und muss nun im Rahmen einer schwierigen Aktion geborgen werden, da das Gelände sehr unwegsam ist.
Nach Angaben der Gemeinde Gosaldo ergaben die Untersuchungen vor Ort, dass die Statue absichtlich aus ihrer Verankerung gerissen wurde. „Wer mit Werkzeugen in die Höhe steigt, um die Symbole unserer Gipfel zu zerstören und zu beseitigen, ist kein Wanderer“, lautet die scharfe Stellungnahme der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde spricht zudem von einer „kalkulierten und sinnlosen Schändung“.
Die Croda Granda ist kein Ziel, das man zufällig erreicht: Um diese Höhe zu erreichen, braucht es Zeit, Mühe und alpinistische Fähigkeiten.
Die Frage ist: Warum wurde das Bildnis der Jungfrau Maria auf diese Weise geschändet? Eine unwürdige Geste, die von völliger Respektlosigkeit zeugt – nicht nur gegenüber dem Berg und seinen Werten, sondern vor allem gegenüber dem Glauben an die Muttergottes, die für Milliarden von Gläubigen auf der ganzen Welt ein Symbol der Hoffnung und des Friedens ist.
Zum ganzen Artikel