Papst Leo XIV. hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach überstandener Krebs-Operation das traditionelle sonntägliche Angelus-Gebet am Petersplatz gesprochen. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die in den vergangenen Tagen für mich gebetet haben“, sagte Leo XIV. Unbekannt ist indes weiterhin, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist.
Zum ganzen Artikel „Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist ganz für die Modernisierung im Sinne einer Revitalisierung der Kirche. Ich habe den Eindruck, dass wir bezüglich Wirklichkeitssinn viel moderner sind als so mancher ergrauter Konzilsbegeisterter, der noch nicht gemerkt hat, dass die zeitgeistkonformen Phrasen der Sechzigerjahre heute schon längst „von gestern“ sind“, erklärt der Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland, Pater Stefan Pfluger, im Interview.
Zum ganzen Artikel Kaum ist Leo XIV. vorzeitig aus der Gemelli-Klinik entlassen worden, atmet die Kurie auf. Für Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin waren die vergangenen Stunden dagegen alles andere als ruhig. Auslöser war eine Bemerkung am Rande einer Veranstaltung am Donnerstagabend. Es sei zu früh, so Parolin, um abzuschätzen, wie sich der Krankenhausaufenthalt des Papstes auf dessen Pontifikat auswirke.
Erst wenn klar sei, wann und in welchem Zustand der Papst zurückkehre und was die Ärzte raten, könne dieser entscheiden, ob er sein Pontifikat „neu justieren“ wolle. Das Wort sorgte im Vatikan für Irritation.
Parolin stellte daraufhin klar, er habe sich auf die Reisepläne bezogen, insbesondere auf die bevorstehende Lateinamerikareise, nicht auf eine grundsätzliche Neubewertung des Pontifikats. Die Klarstellung kam wenige Stunden nach den ersten Bildern des Papstes nach der Operation.
Dennoch ist unter Beobachtern das Urteil einhellig: Der Ausdruck sei unangebracht gewesen. Man zeigt sich überrascht, dass ausgerechnet der als besonnen geltende Parolin sich einen solchen Ausrutscher leistete. Kritik gibt es auch an seiner starken Präsenz bei Kongressen und Buchvorstellungen und daran, dass er „zu viel mit Journalisten spricht“.
Die Episode fällt in eine Phase, die für Kardinal Parolin ohnehin nicht einfach ist. Anders als seine Vorgänger Angelo Sodano und Tarcisio Bertone, die nach einem Pontifikatswechsel ihren Posten räumen mussten, blieb Parolin auch 18 Monate nach dem Konklave im Amt. Doch zwischen ihm und Leo XIV., der als Kardinal Prevost im Konklave gegen ihn gewann, sei der Funke nie übergesprungen, heißt es. Demütigen wolle der Papst seinen Staatssekretär aber nicht.
Mehrere Rückschläge werden aufgezählt: Die heikle Mission nach Russland Ende August übernahm nicht Parolin, der 2017 selbst nach Moskau gereist war, sondern Erzbischof Paul Richard Gallagher, ein enger Vertrauter des Papstes. Auch bei der Vermietung der Domus Paulus VI., die künftig als Hotel genutzt werden soll, setzte sich Parolin nicht durch. Er soll das Vorhaben abgelehnt und im Februar zu stoppen versucht haben; der Papst gab es dennoch frei, auch wegen der eingesparten Instandhaltungskosten.
Zuletzt wurde Kardinal Luis Antonio Tagle zum Dekan des Kardinalskollegiums gewählt, ein Amt, das Parolin schon 2025 angestrebt hatte. Hinter den Kulissen hieß es, Parolin habe „zu viele Verpflichtungen“.
Nach der Entlassung aus der Klinik dürfte Leo XIV. seinen Staatssekretär bald wiedersehen. Ob es zu einer Aussprache über die „Neujustierungs-Affäre“ kommt, bleibt abzuwarten.
Zum ganzen Artikel Hunderttausende Menschen demonstrierten am Samstag an mehreren Orten Frankreichs gegen hohe Lebenshaltungskosten und für den Ausbau der öffentlichen Dienste. Aufgerufen hatten Gelbwesten, Schüler, Studenten, Gewerkschaften und weitere Gruppen. Das Innenministerium zählte über 550.000 Teilnehmer, einzelne Organisatoren sprachen von bis zu 800.000. Die Demonstrationen wurden an vielen Orten von schweren Ausschreitungen überschattet.
Zum ganzen Artikel In Wien entsteht ein Tempel der Mormonen, die sich selbst „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ nennen. Geplant ist ein fünfgeschossiger Bau mit einer Fläche von etwa 1.400 Quadratmetern auf dem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück. Gegründet wurden die Mormonen 1830 von Joseph Smith. Ihre Lehre, die die Dreifaltigkeit leugnet, gilt als synkretistische Neureligion.
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