Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Bischof Tissier de Mallerais: „Nicht zur Konzilskirche zu gehören ist eine Gnade und ein Zeugnis der Vorsehung“

„Selig sind die, die nicht zu dieser „Gemeinschaft der Profanen“ gehören, die in der Vorsehung von ihr ausgeschlossen sind oder ausgeschlossen zu werden drohen! Die Berufung der Priesterbruderschaft St. Pius X. bestand seit ihrer Errichtung durch die katholische Kirche im Jahr 1970 und dem Belobigungsdekret von 1971 nie darin, die Segnungen und Anerkennungen dieser Konzilskirche zu erhalten! Es war zweifellos notwendig, dass diese Priestergemeinschaft mit der gesamten Familie der Tradition wie die brennende Fackel war, die nicht unter den konziliaren Scheffel, sondern auf den Leuchter des Prangers gestellt wird, damit sie allen im Haus Gottes leuchtet.

Wahrscheinlich war es nach den Wegen der Vorsehung besser, dass dieser gesunde Teil der Kirche, der wie der göttliche Meister zum Stein des Anstoßes wurde, zum Stein, der von den Erbauern der konziliaren kirchlichen Gesellschaft verworfen wurde, zum Eckstein der unzerstörbaren katholischen Kathedrale werden sollte.

Unser unbeugsames Zeugnis für die wahre Kirche Jesu Christi, für das Priestertum und Königtum Christi, des Priesters und Königs, erfordert zweifellos seitens der Konzilskirche den Ausschluss und die Ächtung, die gegen uns und das, was wir repräsentieren, ausgesprochen werden. Aber so wie der hl. Josef in seinem Exil in Ägypten das Jesuskind und seine göttliche Mutter trug, die den Keim der Kirche bildeten, so trägt die Familie der Tradition in ihrem Exil die Kirche in sich, wenn auch nicht ausschließlich in diesem herrlichen Amt, so doch mit dem Herzen und der Unversehrtheit. Sie trägt daher in sich den römischen Pontifex, in dem sich der Nachfolger Petri eines Tages aus einer langen Gefangenschaft befreien und aus seinen großen Illusionen heraustreten wird, um wie einst der erste Papst in Cäsarea Philippi an die Adresse seines Meisters zu verkünden: „Tu es Christus, Filius Dei vivi!“.

Wenn wir kompliziert sind, werden wir bedauern, dass uns die konziliare Gemeinschaft oder der Anschein kirchlicher Gemeinschaft vorenthalten bleibt, und wir werden unglücklich und unruhig sein und nach einer Lösung suchen. Wenn wir dagegen den Glauben und die Einfachheit eines Kindes haben, werden wir einfach nach einem Zeugnis für den katholischen Glauben suchen. Und wir werden es finden: Es ist zunächst das Zeugnis unserer Existenz, unserer Beständigkeit, unserer Stabilität, zusammen mit dem Zeugnis unseres Bekenntnisses des vollständigen katholischen Glaubens und unserer Ablehnung der Irrtümer und Reformen des Konzils. Ein Zeugnis ist absolut. Wenn ich Zeugnis ablege für die katholische Messe, für Christus den König, dann muss ich mich von den Messen und Lehren des Konzils fernhalten. Es ist wie mit dem Weihrauchkorn für die Götzen: Es ist ein einziges Korn oder gar keins. Also überhaupt nicht. Und dann ist dieses Zeugnis auch Verfolgung, das ist normal von den Feinden dieses Glaubens, die unsere diametrale Opposition gegen die neue Religion reduzieren wollen, und so lange es Gott gefällt, sollen sie auf ihren perversen Absichten beharren. Ist es nicht Gott selbst, der diese Feindschaft zwischen der Brut des Teufels und den Söhnen Marias setzt? Inimicitias ponam!

Sobald man also in der Sammlung des Gebetes diese eigene Berufung wahrgenommen hat, die die unsere ist, von Gott an die aktuelle Krise angepasst, stimmt man ihr in vollkommener Rechtschaffenheit und großem Frieden zu: Rechtschaffenheit, die unfähig ist, irgendeine Komplizenschaft mit dem Feind zu haben, Frieden ohne Bitterkeit. Man ruft wie die heilige Theresa vom Kinde Jesus aus: „In der Kirche, meiner Mutter, habe ich meine Berufung gefunden!“ Und man bittet die großmütige Heilige: „Erlangt mir die Gnade, in der Kirche und für die Kirche die Seele eines Märtyrers oder zumindest eines Bekenners des Glaubens zu haben!“

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Kommentar: Leo XIV. setzt Papst Franziskus’ Krieg gegen die Tradition fort

Papst Franziskus’ Motu proprio „Traditionis Custodes“ aus dem Jahr 2021 war eine Zäsur – gewissermaßen die „Kriegserklärung“, mit der ein jahrelanger Konflikt gegen die Gläubigen der überlieferten Heiligen Messe eröffnet wurde. Diese Linie hat sich unter Papst Leo XIV. nicht abgeschwächt, sondern im jüngsten „Exkommunikationsdekret“ sogar verschärft fortgesetzt.

Besonders kritikwürdig ist, dass laut Dekret theoretisch auch Gläubige – und damit indirekt deren Kinder – von einer „Exkommunikation“ betroffen sein könnten. Diese Konsequenz ist unverhältnismäßig und im Kern eine Einschüchterung ganzer Familien.

In seinem bewegenden Buch „The Godmother“ schildert Mons. Charles T. Murr seine zahlreichen Gespräche mit Schwester Pascalina Lehnert Ende der 1970er Jahre. Schwester Pascalina war eine bayerische Ordensschwester, die 41 Jahre lang für Papst Pius XII. tätig war. Sie war wahrscheinlich seine engste Beraterin. Auch sie kritisierte schon die nachkonziliaren Liturgiereformen unter Federführung von Erzbischof Annibale Bugnini:

„Meines Wissens ist dies das erste Mal, dass es dem Feind von innen gelungen ist, das Gebet der Kirche (die Heilige Messe) zu verfälschen. Die Art und Weise, wie sie (die Kirche) sich an Gott wendet; die Art und Weise, wie sie Gott verehrt.(Annibale) Bugnini und sein Team von Protestanten haben eine gottzentrierte Messe durch eine menschenzentrierte Verwirrung ersetzt, die letztendlich die Heilige Eucharistie und die Realpräsenz trivialisiert.

Ihr Ziel war es nicht, die katholische Messe zu verbessern. Die Messe war das Mittel; die Zerstörung des mystischen Leibes Christi, der heiligen katholischen Kirche, war das Ziel. Bugnini und seine theologische Abrissmannschaft beschlossen, dies durch die Zerstörung des Gebets der Kirche, der katholischen heiligen Messe zu erreichen.“

Die aktuellen vatikanischen Maßnahmen gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. sind nur die jüngste Episode eines seit Jahrzehnten andauernden innerkirchlichen Bruchs mit der eigenen liturgischen Tradition.

Doch trotz der Sanktionen wächst die Zahl der Gläubigen, die sich der überlieferten Liturgie zuwenden, während Pfarreien mit dem nachkonziliaren Ritus vielerorts schrumpfen. Die aktuelle Härte des Vatikans zeigt sich damit als Zeichen einer defensiven, ja „paranoiden“ Reaktion auf einen unaufhaltsamen Wandel.

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Kardinal Burke: „Synodalität muss gestoppt und Traditionis custodes korrigiert werden“

Kardinal Raymond Leo Burke kritisiert den gegenwärtigen synodalen Kurs der Kirche. In einem ausführlichen Interview nach dem Konsistorium vom 26. und 27. Juni erklärte der US-amerikanische Purpurträger, die sogenannte „Synodalität“ entbehre einer klaren theologischen Grundlage, gefährde die offene Beratung der Kardinäle und müsse grundsätzlich auf den Prüfstand gestellt werden.

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Frankreich: Suizidbeihilfe erlaubt

Frankreich erlaubt künftig unter bestimmten Voraussetzungen aktive Sterbehilfe und begleiteten Suizid. In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause gab die Pariser Nationalversammlung am Mittwochabend grünes Licht. Dem Vernehmen nach soll Papst Leo XIV. noch mehrfach telefonisch bei Macron gegen den Entwurf interveniert haben.

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Deutschland: Linksextremisten blockieren Bus und verhöhnen Christen – die Staatsanwaltschaft sieht kein Problem

Es gebe kein öffentliches Interesse, das die Strafverfolgung nötig machen würde: Mit dieser Begründung hat eine Bremer Staatsanwältin Linksextremisten ziehen lassen, die im September den Bus einer christlichen Kirchengemeinde anderthalb Stunden durch eine Blockade aufgehalten und dabei christenfeindliche Parolen gerufen hatten. Die Kirchengemeinde hatte sich zum „Marsch für das Leben“ in Berlin aufmachen wollen, um für das Lebensrecht ungeborener Kinder zu demonstrieren.

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Türkei: Touristenpaar in Hagia Sophia festgenommen

Ein russisches Touristenpaar ist in Istanbul festgenommen worden, weil es in der Hagia Sophia, die derzeit als Moschee dient, die Bibel gelesen haben soll. Das Paar wurde von der Polizei aus dem Gebäude eskortiert und festgenommen. Anschließend wurden die beiden in ein Internierungslager für Migranten verlegt, wo sie bis zum Abschluss der Verwaltungsverfahren in Haft bleiben sollen. Die Hagia Sophia wurde im Jahr 537 als damals größte Kirche der Christenheit errichtet.

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