Katholische Nachrichten

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Meinung: Ecône und die wahre Weltordnung

Der italienische Publizist Roberto Dal Bosco veröffentlichte einen Reisebericht zu den FSSPX-Bischofsweihen in Ecône am 1. Juli 2026.

Bereits der Stau auf der Anfahrt wird ihm zum Symbol: In der endlosen Autoschlange – Kennzeichen aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Tschechien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, der Slowakei und Italien, dazu per Bus angereiste Amerikaner sowie später gesichtete Brasilianer, Mexikaner und Afrikaner – sieht Dal Bosco die eigentliche, gelebte Einheit Europas, ja der ganzen Welt verwirklicht: eine „EU“ und „UNO“ im Kleinen, die aber, anders als ihre politischen Namensvetter in Brüssel oder New York, ausdrücklich auf Christus gründe. Er kontrastiert dies mit christdemokratischen Politikern, die sich bei der Frage nach Europas christlichen Wurzeln nur zögerlich äußerten.

Die anwesenden Familien beschreibt der Autor als jung, kinderreich und vital, die Mütter in einem von ihm als „lefebvrianisch-hippie-schick“ bezeichneten Stil; auffällig wenige Übergewichtige, kaum traurige Gesichter. Daraus leitet er die These ab, der moderne, säkulare Staat könne über solche Bürger nicht verfügen – dies sei die eigentliche Ursache seines unausweichlichen Zerfalls. Nur ein explizit christlicher Staat könne dauerhaft Bestand haben; ohne ein solches „Volk“ seien alle nationalen wie internationalen Gemeinschaftsprojekte zum Scheitern verurteilt.

Von der streng abgeschirmten Pressezone aus – Journalisten durften diese laut Dal Bosco unter Aufsicht von Freiwilligen nicht verlassen – schildert er den Moment, der später auch säkulare Faktenchecker beschäftigte: Just als der Zelebrant, Bischof de Galarreta, die konsekrierte Hostie erhob, zerriss ein gewaltiger Donnerschlag den Himmel, gefolgt von schwerem Unwetter. Dal Bosco deutet den zeitlichen Zusammenfall als providenziell – Himmel und Erde seien verbunden und geordnet, das Wettergeschehen eine Bestätigung des Ritus. Er beschreibt sein eigenes Erschauern und stellt es der sichtlichen Verunsicherung eines säkularen Kollegen von einer internationalen Nachrichtenagentur gegenüber.

Wegen des Unwetters wurde die geplante Kommunion für die rund 17.000 anwesenden Gläubigen durch einen gemeinsamen Rosenkranz ersetzt – die Gläubigen verharrten dabei kniend im Schlamm. Dal Bosco liest darin eine Anspielung auf den aktuellen Streit um den Marientitel „Miterlöserin“, den die Kirche unter Leo XIV. preisgegeben habe. Nach dem Rosenkranz beruhigt sich das Wetter vollständig; diese Wetterberuhigung wertet der Autor als übernatürliches Eingreifen.

In seiner Predigt bei der Vesper deutet der neu geweihte amerikanische Bischof Michael Goldade gotische Kathedralen – Reben, Pflanzen, fließendes Wasser – als Symbole des übernatürlichen Lebens, das durch die katholische Kirche zufließe. Die nachkonziliare, modernistische Kirche nennt er dagegen eine Wüste, die alles töte, was sie berühre, weil sie den Menschen an die Stelle Gottes gesetzt habe.

Am Ende zieht Dal Bosco die titelgebende Konsequenz: Was er erlebt habe, sei die wahre religio im ursprünglichen, doppelten Wortsinn – Bindung der Völker untereinander wie Bindung zwischen Mensch und Gott. In dieser weltweiten, im Ritus geeinten Gläubigengemeinschaft sieht er die eigentliche, wahre Weltordnung verwirklicht: „wie im Himmel, so auf Erden“.

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Vatikan: Frauen arbeiten bei Bischofsernennungen mit

Der Beitrag von drei Frauen – zwei Ordensschwestern und einer Laienfrau, die sich „geweihte Jungfrau“ nennt – im Dikasterium für die Bischöfe sei „sehr geschätzt und wichtig“, erklärte der Präfekt, Erzbischof Filippo Iannone, am 14. Juli. Als Leiter des Dikasteriums für die Bischöfe beaufsichtigt Monsignore Iannone die vatikanische Behörde, die für die Beurteilung von Kandidaten für das Bischofsamt zuständig ist. Viele dieser Ernennungen sind jedoch sehr umstritten und aus katholischer Sicht schwer zu rechtfertigen.

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Kardinal Sarah: „Keine Befugnis, eine Liturgie zu verhindern, die seit Jahrhunderten gefeiert wird“

Kardinal Robert Sarah hat angedeutet, dass die katholische Kirche nicht die Befugnis habe, die überlieferte Heilige Messe zu verbieten, die seit über 1.600 Jahren so viele Heilige und die Gläubigen im Allgemeinen gestärkt hat. „Ich weiß nicht, welche Befugnis wir haben, eine Liturgie zu verbieten, die seit Jahrhunderten gefeiert wird“, sagte der aus Guinea stammende Kardinal am 29. Juni in einem Interview mit Diane Montagna, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

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Deutschland: Fahnenmast mit LGBT-Regenbogenflagge vor Mannheimer Kirche abgesägt

Ein inzwischen gefasster Tatverdächtiger hat vor der katholischen Kirche St. Sebastian in Mannheim einen rund neun Meter hohen Fahnenmast mit einer LGBT-Regenbogenflagge abgesägt. Der Metallmast ist am Montagabend auf den Marktplatz gestürzt. Verletzt wurde niemand. Kritiker sehen in LGBT-Beflaggung ein falsches Zeichen, das mit der überlieferten und biblisch begründeten kirchlichen Lehre zur Homosexualität in Spannung steht.

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