Katholische Nachrichten

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„Sündenfall ohne Teufel“: Feministische Exegese im Osservatore Romano

Vom Palast des Heiligen Offiziums bis zu den Büros des Osservatore Romano zeigt Google Maps eine Entfernung von 800 Metern an, was einem elfminütigen Fußweg entspricht. Das erleichtert dem für die Glaubenslehre zuständigen Kardinal zweifellos die Aufgabe, zu überprüfen, ob die vom inoffiziellen Organ des Heiligen Stuhls angebotenen Inhalte mit besagter Lehre übereinstimmen.

Nun hat die italienische Ausgabe der Zeitung am 4. Juli 2026 einen Artikel veröffentlicht, der von Marinella Perroni unterzeichnet ist und die Aufmerksamkeit des Kardinals wecken sollte.

Dieser Artikel erklärt, dass die Gestalt des Teufels in der Geschichte des ursprünglichen Sündenfalls, wie sie in Genesis 3 erzählt wird, nicht vorkomme. In der literarischen Geschichte dessen, was die Autorin als „Mythos„ betrachtet, sei es erst die spätere „Reflexion“ „über böse Geister„, die darin die persönliche Gegenwart des Teufels erkenne. Die ursprüngliche Geschichte habe darin nur ein verdienstvolles Bemühen der Frau gesehen, die Würde des Menschen zu erhöhen, bis hin zu der Frage, inwieweit sie sich mit Gott identifizieren könne. Zudem sei es die – verzerrte – patriarchale Sichtweise, „weil sie der sozialen Hierarchie zwischen den Geschlechtern dient“, die Eva die gesamte Schuld zuschreibe und alles im Sinne der Sexualität deute. Damit hätten wir endlich ein erwachsenes Verständnis der Erbsünde.

Die zeitgenössische Hermeneutik räumt ein, dass der Leser etwas von sich selbst in das projiziert, was er liest. Man kann sagen: Treffer! Die Brille der Autorin und der Juckreiz feministischer Empfindlichkeit lassen sie in der Bibel und in der Entwicklung ihrer Auslegung in der Kirche allerlei Buntes sehen – Dinge, die eigentlich im Licht des Heiligen Geistes und gemäß der „Analogie des Glaubens„ zu deuten wären.

Denn die Tradition hat ein Wort mitzureden: Die Geschichte vom Fall Adams und Evas ist historisch. Der Teufel existiert wirklich und hat Eva wirklich versucht, doch die Schuld liegt hauptsächlich bei Adam, die auf die ganze Menschheit zurückfällt. Man kann das gerne in denselben Korb wie eine „kindliche Katechese“ und eine „repetitive Predigt„ werfen – dennoch ist dies der Glaube der Kinder Gottes. Wer ins Himmelreich gelangen will, tut besser daran, ein solches Kind zu sein, als ein emanzipierter Erwachsener nach Art dieser Professorin an einer päpstlichen Universität.

Dürfte man vorschlagen, den Mitarbeitern des Osservatore Romano und den Professoren der päpstlichen Universitäten die Unterzeichnung des Glaubensbekenntnisses und der Erklärung der Zustimmung zum Lehramt aufzuerlegen, die für die volle Gemeinschaft erforderlich sind? Pater Nicolas Cadiet

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Kardinal Sarah vor der EU-Parlament: „Gender-Ideologie und islamischer Fundamentalismus sind apokalyptische Bestien“

Vor wenigen Tagen hielt Kardinal Robert Sarah eine Rede vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Er wies darauf hin, dass die Europäische Union Entwicklungshilfe und internationale Abkommen nutze, um Abtreibung und Gender-Ideologie in afrikanische Länder zu exportieren. Er sprach von „ideologischer Kolonisierung“ und argumentierte, dass das moderne Europa zunehmend versuche, die afrikanische Gesetzgebung durch Handelsabkommen, Entwicklungshilfe und diplomatischen Druck zu beeinflussen.

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Nicaragua: Sorge um Bischof

Der emeritierte Bischof des Bistums Estelí, Abelardo Mata Guevara, wurde in Nicaragua zweimal verhaftet und danach unter Hausarrest gestellt. Weil seitdem verlässliche Nachrichten von dem 80-Jährigen fehlen, schlägt die Organisation Amerikanischer Staaten Alarm.

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Tradition: Feriencamp in Ungarn

In der dritten Juliwoche fand in Rigács im Komitat Veszprém ein Feriencamp für Kinder und einige Familien unter der Leitung von Pater Dániel Östör statt. Für die gut vierzig Teilnehmer gab es jeden Tag Katechismusunterricht, für die Burschen auch Ministrantenproben. Die anwesenden Seminaristen bereiten alles gut vor.

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Erzbischof Marcel Lefebvre: „Unser Herr hat seine Apostel nicht ausgesandt, um Dialog zu führen!“

Der missionarische Geist ist immer gewesen, den Kranken offen ihre Wunden zu zeigen, um sie zu heilen, um ihnen die Heilmittel zu bringen, deren sie bedürfen. Sich Nichtchristen gegenüberzufinden und ihnen nicht zu sagen, dass sie die christliche Religion brauchen, dass sie sich nicht retten können außer durch unseren Herrn Jesus Christus, ist eine unmenschliche Grausamkeit. Von S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre.

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Ein Banker aus der Londoner City übernimmt das Ruder bei der Vatikanbank

Am 15. Juli gab die Vatikanbank (IOR) die Ernennung von Giovanni Boscia zum neuen Generaldirektor bekannt. Er wird sein Amt am 1. Oktober antreten und damit Gian Franco Mammì ablösen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der seine gesamte berufliche Laufbahn beim IOR verbracht hat, kommt Boscia aus der internationalen Finanzwelt. Bevor er 2019 zum Vatikan wechselte, war er fast drei Jahrzehnte lang in der Londoner City bei weltweit führenden Investmentbanken tätig, darunter die Wall-Street-Unternehmen Salomon Brothers und Citigroup sowie die RBS und Credit Suisse First Boston.

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Uruguay bereitet Besuch von Leo XIV. vor

Nach monatelangen Spekulationen und Gerüchten gilt das, was zuvor als „sehr wahrscheinlich“ bezeichnet wurde, nun als sicher: Der Papst wird im November Uruguay besuchen. Dies bestätigte der Erzbischof von Montevideo, Kardinal Daniel Sturla, am Dienstag bei einem Treffen mit der Presse.

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