Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Wissen: Kardinal Ratzinger machte den „Konzils-Ungeist“ für die Kirchenkrise verantwortlich – und wollte zurück zum „wahren Konzil“

Schon Kardinal Ratzinger prangerte das an, was nach ihm das wahrhaft verantwortliche „Interne“ der Krise ist – ein „Konzils-Ungeist“: „Diesem ‚wahren Konzil‘ stellte man schon während der Sitzungen und mehr und mehr dann in der darauffolgenden Zeit einen angeblichen ‚Geist des Konzils‘ entgegen, der in Wirklichkeit ein wahrer ‚Ungeist‘ ist.“

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Geistliches: Einige Ratschläge zur Urlaubszeit

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr geistliches Leben. Das sollte immer Ihr großes Anliegen sein: die Hl. Messe, wenn möglich auch an Werktagen, als Mittelpunkt unseres religiösen Lebens und dann, vor allem, unser persönliches Gebetsleben. Pflegen wir das innere Gebet. Es fällt vielen nicht so leicht, weil Sammlung heute generell nicht so einfach ist, da die Zerstreuungen überhandnehmen. Von Pater Johannes Regele (FSSPX).

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Leo XIV. ernennt LGBT-freundlichen Universitätsprofessor

Am 13. August berief Papst Leo XIV. den 67-jährigen Francesco Cesareo, emeritierter Präsident der Assumption University in Worcester, Massachusetts, in das Vatikanische Komitee für Geschichtswissenschaften. Während Cesareos Amtszeit erkannte die Universität eine homosexuelle Studentenorganisation an und wurde als „LGBTQ-freundlich“ eingestuft.

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Bischof Schneider: Eine ernsthafte Annäherung des Vatikans an die FSSPX wäre der „Anfang vom Ende“ des modernistischen Projekts

Der kasachische Weihbischof Athanasius Schneider hat sich erstmals öffentlich zu den Vorgängen um die Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) geäußert. Schneider hatte im Vorfeld mehrfach Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, der FSSPX ein apostolisches Mandat zu erteilen.

In seiner nun veröffentlichten Stellungnahme mit dem Titel „Das Dilemma zwischen der Wahrung der eindeutigen Integrität des katholischen Glaubens und der kanonischen Anerkennung durch den Papst“ zieht Schneider eine Parallele zum heiligen Athanasius von Alexandrien im 4. Jahrhundert. Dieser hatte sich geweigert, mit arianischen Bischöfen in Gemeinschaft zu treten, obwohl Papst Liberius dies unter kaiserlichem Druck verlangte – und wurde daraufhin selbst vom Papst exkommuniziert. Erst dessen Nachfolger, Papst Damasus, rehabilitierte Athanasius, der später heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben wurde.

Schneider fällt in seinem Text kein abschließendes Urteil über das Vorgehen des Vatikans, will aber mit dem historischen Beispiel zu einem tieferen Verständnis der Lage beitragen, in der sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. befindet.

Zentral in Schneiders Argumentation ist die Unterscheidung zwischen positivem Kirchenrecht und göttlichem Recht: Während niemand dem geoffenbarten Glauben widersprechen dürfe, könne es in außergewöhnlichen Krisenzeiten gerechtfertigt sein, gegen eine disziplinarische Anordnung zu verstoßen, um die Reinheit der Lehre zu bewahren. Die Norm, wonach Bischofsweihen eines päpstlichen Mandats bedürfen, sei kirchenrechtlicher, nicht göttlicher Natur.

Der Bischof warnt zudem vor zwei Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrhunderte: einem übersteigerten Rechtsdenken (Legalismus) und einer nahezu absoluten Gehorsamspflicht gegenüber dem Papst (Papalismus), die beide die Forderung nach Eindeutigkeit in Glauben und Liturgie in den Hintergrund gedrängt hätten.

Nach Schneiders Einschätzung leiste die FSSPX durch ihr beharrliches Bestehen auf doktrinäre und liturgische Klarheit einen wertvollen Dienst an der gesamten Kirche. Sollte der Heilige Stuhl diese Haltung ernst nehmen und Unklarheiten in bestimmten Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie im Ritus der neuen Messe anerkennen, könnte dies den Anfang vom Ende des seit über hundert Jahren wirkenden modernistischen Projekts in der Kirche markieren.

Zur Veranschaulichung nutzt der Bischof das Bild einer Feuerwehr, die trotz eines Verbots mit bewährten, alten Methoden erfolgreich einen Brand bekämpft und dafür zunächst bestraft, später aber rehabilitiert wird – eine Anspielung auf eine mögliche künftige Wende in der Haltung Roms gegenüber der Bruderschaft.

Bischof Schneider schließt seine Ausführungen mit einem Bekenntnis zur Unzerstörbarkeit der Kirche und der Hoffnung, dass der Heilige Stuhl „eines Tages wieder als Kathedra der Wahrheit vor der ganzen Welt erstrahlen“ werde.

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Italien: Kardinal Zuppi würdigt Agnostiker bei säkularer Beerdigung

Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, hat bei der Begräbnisfeier des Sängers Francesco Guccini, der sich selbst als „agnostischen Possibilisten“ bezeichnet hat, dessen Zweifel bezüglich Gott als dessen „Glaubensbekenntnis“ bezeichnet. Die säkulare Begräbnisfeier für Guccini fand am 8. August auf dessen Anwesen in Pavana statt. Zuppi würdigte dabei in einer Ansprache die Zweifel Guccinis an Gott und dem Glauben.

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