InfoVaticana hat ein Muster in den Liturgien von Leo XIV. im Jahr 2026 bemerkt: Der Römische Kanon fehlte bei fast allen wichtigen Hochfesten des Jahres. Bei der Mariä-Himmelfahrt-Messe wurde stattdessen das „Eucharistische Gebet III“ verwendet, ebenso wie zu Ostern, Pfingsten, Fronleichnam sowie am Fest der Heiligen Petrus und Paulus.
Zum ganzen Artikel In einem neuen Beitrag stellt der emeritierte Bischof Joseph E. Strickland die Frage, ob die katholische Kirche dabei sei, sich selbst des Übernatürlichen zu entledigen. Er betont, Gott habe die Kirche nicht verlassen und es gebe weiterhin unzählige gläubige Katholiken – doch er sieht eine schleichende Entwicklung: Kirchenleitung, Sprache und Prioritäten würden zunehmend so funktionieren, als sei das Übernatürliche nicht mehr die zentrale Wirklichkeit des Glaubens.
Strickland erinnert an die Glaubenswelt früherer Generationen, die an Himmel, Hölle, Engel, Dämonen, Wunder und die reale Gegenwart Christi in der Eucharistie glaubten – und die deshalb anders lebten: mit Ehrfurcht, Buße und Gebet. Diese „übernatürliche Rahmung“ des katholischen Lebens sieht er seit Jahrzehnten im Verfall begriffen.
Scharf kritisiert er den heutigen kirchlichen Sprachgebrauch von Dialog, Zuhören, Begleitung und Synodalität. Diese Begriffe seien an sich nicht falsch, doch stelle sich die Frage, ob dabei noch Gott im Zentrum stehe oder ob letztlich der Mensch zum Richter über die Offenbarung werde. Er verweist dabei auf den heiligen Papst Pius X. und dessen Kampf gegen den Modernismus sowie auf Dietrich von Hildebrand, der davor warnte, die Einheit über die Wahrheit zu stellen.
Besonders eindringlich wendet sich Strickland an seine Mitbrüder im Bischofsamt: Sie seien keine „Filialleiter“ einer religiösen Organisation, sondern Stellvertreter Christi, die dereinst vor ihm Rechenschaft ablegen müssten. Mut zur Wahrheit – notfalls auch zum unbequemen Nein – sei daher unverzichtbar.
Trotz seiner kritischen Diagnose schlägt der Text am Ende einen hoffnungsvollen Ton an: Strickland beobachtet bei jungen Katholiken eine wachsende Sehnsucht nach eucharistischer Anbetung, Rosenkranzgebet und der überlieferten Heiligen Messe. Sein Fazit: Die eigentliche Krise der Kirche sei letztlich eine Glaubenskrise hinsichtlich des Übernatürlichen. Die Antwort darauf sei nicht ein neues Programm, sondern die Rückkehr zu Christus selbst.
Zum ganzen Artikel In der Münchner Kirche Sankt Helena ist am Samstagabend am Ende eines Gottesdienstes ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei verständigte der Mesner die Feuerwehr und evakuierte alle Anwesenden. Die Feuerwehr habe den Brand vollständig löschen können. Niemand sei verletzt worden, es sei aber erheblicher Sachschaden entstanden.
Zum ganzen Artikel Kardinal Matteo Zuppi aus Bologna verfasste am 15. August, dem Fest der Himmelfahrt Mariens, einen Leitartikel für die Zeitung der italienischen Bischöfe „Avvenire“, ohne dabei auf die leibliche Dimension des Marienfestes und das ewige Schicksal des Menschen einzugehen.
Zum ganzen Artikel Erzbischof Josef Grünwidl von Wien und der Wiener protestantische Superintendent Matthias Geist haben bekräftigt, dass sie die ökumenischen Beziehungen in der Bundeshauptstadt noch intensivieren wollen. Grünwidl erklärte: „Die ökumenische Neugier und die Bereitschaft, auch im spirituellen und im liturgischen Bereich aufeinander zu schauen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu feiern, ist grundsätzlich da.“
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