Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Kardinal Burke fordert von Anhängern der überlieferten Heiligen Messe die „Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils“

In einem Interview hat Kardinal Raymond Leo Burke Gläubige, die der traditionellen lateinischen Messe verbunden sind, dazu aufgerufen, ihren Bischöfen und dem Papst ihren Wunsch nach dieser liturgischen Form mitzuteilen – gleichzeitig aber auch deutlich zu machen, dass sie die „Gültigkeit des Zweiten Vatikanischen Konzils“ nicht infrage stellen würden.

Diese Aussage ist bemerkenswert, da Burke selbst in der Vergangenheit Kritik an der nachkonziliaren Liturgiereform geübt hat. Er vertritt jedoch die Position, dass nicht das Konzil selbst, sondern fehlerhafte Interpretationen seiner Beschlüsse für problematische Entwicklungen verantwortlich seien.

Der Konzilsteilnehmer Kardinal Walter Kasper hatte dagegen 2013 in einem Beitrag für den Osservatore Romano eingeräumt, dass die Konzilstexte bewusst Kompromissformulierungen enthielten, die unterschiedliche Interpretationen zuließen. Auch Bischof Athanasius Schneider hat wiederholt eine Korrekturbedürftigkeit einzelner Konzilsaussagen angemahnt, während Bischof Joseph Strickland und Erzbischof Carlo Maria Viganò deutlich schärfere Kritik am Konzil geäußert haben.

Für Kardinal Burke ergibt sich ein grundsätzliches Dilemma: Konzilsbeschlüsse sind zwar Teil des authentischen Lehramtes der Kirche, jedoch – anders als unfehlbare Ex-cathedra-Aussagen – nicht in gleicher Weise bindend. Doch auch Dokumente von Papst Franziskus, wie beispielsweise „Amoris Laetitia“, sind Teil des „Lehramtes“ zu Fragen des Glaubens und der Moral. Mit diesen war Kardinal Burke allerdings selbst nicht einverstanden.

Zum ganzen Artikel

Deutschland: Immer mehr Stimmen sind für Verschärfung des Verbots der Leihmutterschaft

In der Union wie unter Rechtswissenschaftlern mehren sich die Stimmen, die eine Verschärfung des Leihmutterschaftsverbots nach italienischem Vorbild in Betracht ziehen. Es sei schwer vermittelbar, dass das Leihmutterschaftsverbot im Ausland umgangen werden könne, meint die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl. Axel Müller plädiert für eine ethische Grundsatzdebatte im Parlament.

Zum ganzen Artikel

Belgien: Bischöfe befürworten verheiratete Priester

Auf Einladung des anglikanischen Erzbischofs von York nahm Monsignore Luc Terlinden, Erzbischof von Mechelen-Brüssel, an der anglikanischen Generalsynode teil, die vom 10. bis 12. Juli 2026 in York stattfand. Nach seiner Rückkehr gab er ein Interview und sprach sich sprach sich für die Weihe verheirateter Männer aus.

Zum ganzen Artikel

Wissen: War Papst Paul VI. ein heiliger Papst?

Paul VI. wurde von Papst Franziskus im Oktober 2014 seliggesprochen und im Oktober 2018 heiliggesprochen. Viele, die sein Leben und Pontifikat studierten, sind überzeugt, dass er weit weg war von einer Vorbildlichkeit in seinem Wirken als Hirte. Seine Promulgation der Liturgiereform war vielmehr unvereinbar mit dem päpstlichen Amt. Durch seine Heiligsprechung sollte im Grunde das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) heiliggesprochen werden.

Zum ganzen Artikel

Tradition: 12 Seminaristen in La Reja eingekleidet

Am 15. August 2026, dem Fest Mariä Himmelfahrt, wurden zwölf Seminaristen des Internationalen Priesterseminars der Priesterbruderschaft St. Pius X. in La Reja in Argentinien eingekleidet. Die aus zehn Ländern stammenden Seminaristen haben damit eine Etappe ihrer Ausbildung zum Priesteramt absolviert.

Ein Chilene, ein Peruaner, ein Kolumbianer, zwei Mexikaner, drei Brasilianer, ein Philippiner, ein Argentinier, ein Ecuadorianer und ein Kubaner erhielten aus den Händen von Pater de Lassus, dem Regens des Priesterseminars, die Priesterkleidung.

Diese Feier, die jeden Seminaristen während seiner Ausbildungsjahre auf tiefgreifende Weise prägt, bekundet und erbittet von Gott die Gnade, die Welt hinter sich zu lassen, um sich ganz unserem Herrn hinzugeben. So wie die Soutane den ganzen Körper bedeckt, muss der ganze Mensch mit Christus begraben werden, um das Leben der Gnade anziehen zu können, symbolisiert durch das weiße Chorhemd, das der Seminarist über dem schwarzen Priestergewand tragen wird.

Zum ganzen Artikel

Geistliches: Die Liebe in Jesus

Die grosse Mystikerin Teresa von Avila hat immer wieder schmerzvoll ausgerufen: „Mein Jesus wird nicht geliebt, weil er nicht genug gekannt wird!” Diese Worte sind leider sehr wahr, heute mehr denn je! Und wir können nichts Nützlicheres tun, als unseren Herrn und Heiland noch mehr zu betrachten, damit wir eine tiefere innere Erkenntnis von ihm und seiner unendlichen Liebe zu uns erlangen und so zu einer größeren Gottesliebe gelangen.

Zum ganzen Artikel

Vatikan-Beamter bereitet den Peru-Besuch von Papst Leo mit einem Pachamama-Ritual vor

In der letzten Woche nahm ein hochrangiger Vertreter des Vatikans gemeinsam mit zwei katholischen Bischöfen an einem Pachamama-Ritual teil.

Das Ritual fand am 13. August im Rahmen einer von der katholischen Kirche organisierten Konferenz in Cusco, einer peruanischen Stadt in den Anden, statt. Es handelte sich um eine Vorbereitungsveranstaltung des geplanten Besuchs von Papst Leo XIV. in dem Land.

Dabei trafen sich soziale Organisationen und indigene Gemeinschaften. Bischof Lizardo Estrada Herrera, der Weihbischof von Cusco, eröffnete das Treffen. Ein Video zeigt, wie die Veranstaltung mit einem Opfer an Pachamama eröffnet wurde.

Die Teilnehmer erhielten Kokablätter, bliesen dreimal auf die Blätter und legten diese zusammen mit Speiseopfern in Schalen auf den Boden. Der Vatikan-Beamte Monsignore Jordi Bertomeu und Bischof Estrada sind dabei zu sehen, wie sie Kokablätter zur Opfergabe hinzufügen.

Zum ganzen Artikel