Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Brasilien: Bischof bezeichnet den Teufel als „fiktiv“ und greift die Verehrung des hl. Erzengel Michael an

Ein brasilianischer Bischof hat die Weihe an den hl. Erzengel Michael kritisiert und dabei angedeutet, der Teufel sei „eine Erfindung“. „Gibt es theologische Begründungen für die Weihe an den hl. Erzengel Michael? Die Weihe gilt Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist“, schrieb Bischof Vicente Ferreira letzte Woche auf X. „Ist der Teufel, gegen den wir kämpfen, nicht eher eine Erfindung?“, fügte er hinzu.

„Der größere Exorzismus sollte sich gegen Homophobie, Frauenmorde, Rassismus und Verbrechen gegen indigene Völker richten. Gegen diese Legion des Bösen“, schloss er in einer Erklärung.

Der Tweet scheint sich an einen anderen brasilianischen Bischof zu richten. Am selben Tag, an dem Ferreira seine Erklärung abgab, weihte der Erzbischof von Montes Claros, José Carlos Campos, seine Erzdiözese dem hl. Erzengel Michael.

Ferreira wurde für seine Herabwürdigung der Verehrung des Erzengels scharf kritisiert, der von Katholiken als geistlicher Schutz vor dem Teufel angerufen wird, da ihm von Gott die Macht verliehen wurde, den Teufel und seine Anhänger aus dem Himmel zu vertreiben.

„Sie sollten zum Katholizismus konvertieren“, schrieb ein X-Nutzer. „In Ihrem Alter bringt es Sie nicht in den Himmel, wenn Sie sich mit diesem ‚woke‘-Unsinn beschäftigen. Sie sollten sich lieber darum kümmern, Ihre Seele zu retten.“

Ein Social-Media-Nutzer merkte an: „Für diesen Bischof steht die Kirche nicht in Gemeinschaft mit den Heiligen; der Apostolische Nuntius sollte über die Beiträge dieses Bischofs informiert werden. In Brasilien gibt es bereits 34 Diözesen, die dem Erzengel Michael geweiht sind.“

Ferreiras Behauptung, der „Kampf“ gegen den Teufel sei „fiktiv“, steht in völligem Widerspruch zur Tradition der Kirche, wie sie in der Heiligen Schrift und der katholischen Lehre vermittelt wird. Der heterodoxe Bischof hat zudem öffentlich behauptet, es gebe einen „biblischen Kommunismus“.

Der Exorzist Pater Chad Ripperger hatte geraten, den hl. Erzengel Michael um Schutz vor dämonischen Aktivitäten anzurufen. In einem Interview Anfang dieses Jahres berichtete Ripperger, dass er zum hl. Erzengel Michael um Schutz gebetet habe, nachdem er einer Frau begegnet war, von der er glaubte, sie habe versucht, ihn zu verfluchen. Bischof Vicente Ferreira ist Bischof der Diözese Livramento de Nossa Senhora im brasilianischen Bundesstaat Bahia.

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Geistliches: Glaube, Hoffnung, Liebe – Was uns die Muttergottes lehrt

„Die wahren Verehrer der allerseligsten Jungfrau Maria sind nicht ihre Bewunderer, sondern die wahren Nachahmer ihrer Tugenden.“

Mit diesen Worten des heiligen Papst Pius X. eröffnet S.E. Bischof Pascal Schreiber seine Predigt zum Hochfest Mariä Himmelfahrt. Anhand von Glaube, Hoffnung und Liebe zeigt er, wie Maria uns – gerade in Zeiten der Dunkelheit und des Zweifels – vorausgeht und den Weg zum Himmel weist.

Eine Predigt, die zum Nachdenken einlädt: Wie sehen wir unseren Nächsten? Mit menschlichem Blick – oder mit den Augen Mariens?

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Frankreich: Ein Kruzifix bleibt auf wundersame Weise von einem Waldbrand verschont

Ein Foto ging seit dem 26. Juli um die Welt: Inmitten der von einem verheerenden Waldbrand verwüsteten Wälder der Gironde steht ein Wegkreuz unversehrt zwischen lauter verkohlten Bäumen. Aufgenommen wurde die Aufnahme vom Fotojournalisten Patrick Bernard am Calvaire von Saumos, mitten im Brandherd.

In sozialen Netzwerken und in der Presse war spontan von einem „Wunder„ die Rede – ein Zeichen des Himmels, ein Zeichen der Hoffnung, ein Hinweis auf den Sieg Christi über die Hölle.

Diese Begeisterung stieß im Bordelaiser Klerus jedoch auf wenig Gegenliebe. Auf der Website der Diözese Bordeaux erschien eine Stellungnahme von Pater Clément Barré, der sich gegen die Bezeichnung „Wunder“ wandte. Sein Kernargument: Wer Gottes Eingreifen zugunsten des Kreuzes behaupte, unterstelle ihm zugleich Untätigkeit gegenüber den Häusern, Wäldern, Tieren, den verunglückten Feuerwehrleuten und all jenen, die alles verloren hätten. Ein Gott, der nur sein eigenes Abbild rette, sei kein liebender Vater, sondern – so wörtlich – ein Götze, der „an seinem Holz hänge und der Kreatur gegenüber gleichgültig„ sei.

Diese Argumentation ist aber fragwürdig. Aus einem wunderbaren Ereignis auf einen göttlichen Willen – oder zumindest eine göttliche Passivität – gegenüber anderen Geschöpfen zu schließen, ist ein eigenartiger Schluss.

Drei Beispiele sollen das verdeutlichen: Wäre anstelle des Kreuzes ein Kind unversehrt am selben Ort gefunden worden – hätte man dann ebenfalls gezögert, von einem Wunder zu sprechen? Kaum vorstellbar. Und doch gälte dieselbe Logik: Warum dieses Kind und nicht all die anderen Verluste?

Zweitens sind in Lourdes bislang 72 Heilungen offiziell als Wunder anerkannt – unter Millionen von Kranken, die den Wallfahrtsort im Laufe der Jahre aufgesucht haben. Müsste man nicht nach derselben Logik fragen, warum ausgerechnet diese 72 und nicht die übrigen geheilt wurden?

Drittens die Kathedrale von Amiens, errichtet zwischen 1220 und 1288: Sie überstand Religionskriege, Revolution und beide Weltkriege – obwohl im Zweiten Weltkrieg mehr als 6.300 Gebäude der Stadt vollständig zerstört und über 14.000 weitere beschädigt wurden, die Stadt selbst zu 60 Prozent. Die Kathedrale blieb unversehrt. War Gott in diesem Schutz ungerecht?

Die wundersame Bewahrung des Kreuzes erinnert daran, dass alles von der göttlichen Vorsehung abhänge und der Mensch sich in allen Nöten an Gott wenden soll. Sie verweist zudem auf Jesus Christus als Retter der Welt, dem alle Ehre gebührt – und schließlich darauf, dass die Zurückweisung Christi als „König der Gesellschaften“ durch ungerechte Gesetze wie Abtreibung und Sterbehilfe zu den schlimmsten Katastrophen führt.

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Ukraine: Zahlreiche Konversionen zur katholischen Kirche

Großerzbischof Sviatoslav Shevchuk, Ersthierarch der mit Rom verbundenen ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche, reiste Ende Mai 2026 nach Madrid. Bei seinem Besuch am spanischen Hauptsitz von „Kirche in Not“ sprach er über die wesentliche Rolle der Priester, denn „wir erleben derzeit die intensivste Zeit der Bekehrung in der jüngeren Geschichte unserer Nation“, erklärte er.

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Spanien: Ceuta rüstet sich gegen den nächsten Massenansturm

Spanien und Marokko haben am Samstag die Grenze zur nordafrikanischen Exklave Ceuta mit einem Großaufgebot von Polizisten und Soldaten abgeriegelt. In sozialen Netzwerken war unter dem Kürzel „15/08“ und dem arabischen Begriff „al-hajma“, zu deutsch „der Ansturm“, zur erneuten Überwindung der Grenze aufgerufen worden. In manchen Beiträgen war von der „letzten Chance“ die Rede.

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USA: Über 20.000 Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ Gouverneurin von Massachusetts

Der bekennende Katholikin und Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey von den Demokraten hat das Gesetz für das Töten ungeborener Kinder bis unmittelbar vor der Geburt unterschrieben. Über 20.000 Katholiken haben mittlerweile eine Petition an den Erzbischof von Boston, Richard Henning, unterschrieben, die den Bischof dazu auffordert, die linksradikale Gouverneurin zu exkommunizieren.

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