Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

USA: Eine weitere römische Messe wurde gestrichen

Bischof Joseph Williams von Camden im US-Bundesstaat New Jersey hat die Messe nach römischem Ritus in der Pfarrei St. Gianna Beretta Molla in Northfield eingestellt. Die letzte römische Messe wurde am 28. Juni gefeiert. Als Begründung für die Einstellung der Messe wurde der Ruhestand des Zelebranten angeführt. In Zukunft wird als „Ersatz“ der Novus Ordo in Latein und ad orientem zelebriert.

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Geistliches: „Die Bischofsweihe von 1977“ von S.E. Bischof Pascal Schreiber

Acht Jahre Gefängnis. Fünf Jahre Verbannung nach Sibirien. Fast 18 Jahre in sowjetischen Lagern – und doch bleibt er standhaft, als man ihm sogar das Patriarchat von Moskau anbietet, wenn er nur seinen Glauben verrät.

Kardinal Josyf Slipyj ist einer der großen, aber kaum bekannten Bekenner des 20. Jahrhunderts. In seiner heutigen Predigt erzählt S.E. Weihbischof Bischof Pascal Schreiber seine bewegende Geschichte: von der geheimen Bischofsweihe 1939 über den Gulag bis zu jener stillen Nacht 1977, in der er – ohne päpstliches Mandat, aber aus Sorge um das Überleben seiner verfolgten Kirche – drei Bischöfe weihte. Was können wir heute aus seinem Zeugnis lernen?

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Leo XIV. wünscht sich Kirche mit offenen Türen und für „alle“

Heute lud Papst Leo XIV. 200 bedürftige Menschen aus der Diözese Rom zu einem Mittagessen in den Gärten von Castel Gandolfo ein. „Ich bin ohne Rede gekommen, aber mit Hunger“, sagte der Papst zur Begrüßung. Er habe einen Hunger nach Gerechtigkeit und echter Nächstenliebe; einen Hunger nach einer Kirche, die es wirklich verstehe, ihre Türen zu öffnen und alle aufzunehmen. „Wo Liebe für alle herrscht und niemand ein Feind ist, wo wir alle in Versöhnung, Vergebung und Frieden leben können.“

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LGBT-freundliche Bischöfe greifen die FSSPX an

Viele Bischöfe in den USA und anderswo verbieten Katholiken den Besuch der Messe in Kapellen der Priesterbruderschaft St. Pius X., heißen jedoch Schismatiker und Homosexuelle willkommen. Mancher Bischof meinte erklären zu müssen, dass die Sakramente der FSSPX „unzulässig“ seien, ganz im Gegensatz zu Eucharistiefeiern für Homosexuelle.

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Großbritannien: Katholische Ex-Ministerin ermordet

Ann Widdecombe war eine prominente und kämpferische frühere britische Politikerin, die den katholischen Glauben und die moralische Lehre der Kirche im öffentlichen Leben konsequent verteidigte. Die Leiche der 78-jährigen Brexit-Vorkämpferin und Sprecherin der Partei „Reform UK“ wurde am Donnerstagmittag von der Polizei in ihrem Haus aufgefunden.

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Estland: Ultimatum für mit Moskau verbundene Orthodoxe

Das estnische Innenministerium gibt der Estnischen Orthodoxen Kirche, die dem Moskauer Patriarchat untersteht, sechs Monate Zeit, um neue gesetzliche Vorgaben umzusetzen. Diese verbieten religiösen Organisationen Verbindungen zu ausländischen religiösen Führern oder Institutionen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes eingestuft werden.

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Geistliches: Keine Angst

„Fürchtet euch nicht!“ - Wenn unsere Seelen von der Furcht vor der Zukunft ergriffen werden, denken wir an die Empfehlung unseres Herrn an seine Apostel: „Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“

Der liebe Gott verbietet uns nicht eine gerechte Sorge um die zeitlichen Dinge — ein Familienvater muss sich um den Unterhalt der Seinen sorgen, eine Mutter um den guten Gang des Hauses, ein Student um seine Prüfung. Aber er verbietet uns eine übertriebene Sorge um den morgigen Tag. Der hl. Thomas von Aquin erklärt: Jeder Zeit gebührt ihre eigene Sorge, wie dem Sommer die Ernte, dem Herbst die Weinlese. Würde man sich schon im Sommer um die Weinlese sorgen, griffe man der kommenden Jahreszeit unnötig vor.

Die schlechte Sorge wird oft genährt durch eine allzu große Neugier, die uns einer Informationsflut aussetzt, die unser Maß übersteigt; durch einen Mangel an Opfergeist, der übertriebene Angst vor Mangel oder vor Leid hervorruft; und durch den Einfluss der zeitgenössischen positivistischen Mentalität, die dem Geist den gesunden Menschenverstand entreißt. Denn eine Handlung ist verboten, weil sie schlecht ist — nicht schlecht, weil sie verboten ist.

Ziel dieser Überlegungen: euch unnötige Sorge angesichts der Bischofsweihen von Écône am 1. Juli zu ersparen. Verurteilung hin oder her — diese Weihe ist notwendig und gut angesichts einer sich vertiefenden Kirchenkrise, um euch das christliche Leben zu sichern, auf das ihr ein Recht habt.

„Unser Haus brennt“, sagte Jacques Chirac über das Klima. Für die Kirche gilt: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil brennt es durch die Einführung neuer, dem Glauben schädlicher Lehren. Wenn ein Haus in einer Einbahnstraße brennt, kümmern sich die Feuerwehrleute nicht mehr um das Einfahrtsverbot — sie retten Leben. Die Notwendigkeit befreit vom Gesetz. Wer Seelen retten kann, muss eingreifen, auch wenn dies scheinbar gegen kirchliches Recht verstößt. Anders zu handeln wäre unvernünftig.

Blickt zudem auf das Wirken der Vorsehung in der Vergangenheit: Die meisten von euch haben die Priesterbruderschaft St. Pius X. erst nach 1988 kennengelernt — nach den Weihen durch Erzbischof Lefebvre. Auch damals sprach man von Schisma und warf ihm vor, eine Parallelkirche zu schaffen. Hat euch der Besuch der FSSPX seither von der Kirche entfernt? Nein, ganz und gar nicht. Fast vierzig Jahre lang haben ihre Bischöfe nie so gehandelt, als wären sie eine Hierarchie, die sich an die Stelle der Kirche setzt.

Diese Situation wird sich mit den Weihen von 2026 nicht ändern — nur mit etwas mehr, etwas jüngeren Bischöfen, um euch weiterhin die Mittel zur Heiligung zu gewährleisten, auf die ihr ein Recht habt. Von Pater Benoît Espinasse

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