Erzbischof Georg Gänswein hat sich für eine Aufhebung der Einschränkungen ausgesprochen, die Papst Franziskus 2021 mit dem Motu proprio „Traditionis Custodes“ eingeführt hatte. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Giornale“ sagte der frühere Privatsekretär Benedikts XVI., er hoffe auf eine „Entscheidung in diese Richtung“. Gänswein betonte, „Summorum Pontificum“ habe „Früchte getragen“, vor allem bei jungen Menschen.
Zum ganzen Artikel Der emeritierte Erzbischof Jan Pawel Lenga stellt sich hinter die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) und wirft dem Vatikan vor, sich vom Glauben entfernt zu haben.
Der 76-jährige Erzbischof Jan Pawel Lenga, der frühere Bischof von Karaganda in Kasachstan, hat scharfe Kritik an der Entscheidung des Vatikans geübt, Priester und Laien der Priesterbruderschaft zu „exkommunizieren“.
Die vatikanische Glaubensbehörde unter Kardinal Víctor Manuel Fernández hatte nach den Bischofsweihen vom 1. Juli ein umstrittenes „Exkommunikationsdekret“ erlassen, das sich gegen die neu geweihten Bischöfe, den Klerus und teilweise auch gegen Gläubige der Bruderschaft richtet.
In einer öffentlichen Stellungnahme erklärte Erzbischof Lenga, dieses Dekret zeige lediglich, wie weit sich der Vatikan von Christus und vom wahren Glauben entfernt habe. Er lobte die Atmosphäre der Bischofsweihe als friedlich, feierlich und von echtem Gebetsleben geprägt – ein Bild, das er dem chaotischen Zustand der kirchlichen Hierarchie in Rom gegenüberstellte. Die Bruderschaft habe über Jahre versucht, mit dem Vatikan Kontakt aufzunehmen, sei damit jedoch nicht erfolgreich gewesen.
Der Erzbischof wandte sich scharf gegen führende Kreise in der römischen Kurie, denen er vorwarf, das Seelenheil der Gläubigen zu vernachlässigen und stattdessen kirchenrechtliche Vorschriften zu instrumentalisieren. „Das ist das Gesicht des Wolfes inmitten der Schafe, die Gottes Herde sind. Sie beuten die Herde aus, während sie ihre konziliare und nachkonziliare Agenda vorantreiben. Das Heil der Seelen liegt ihnen überhaupt nicht am Herzen“, so der Bischof. Gerade jene, die anderen Schisma vorwürfen, befänden sich selbst in Abspaltung vom wahren Glauben. „Sie sind es, die exkommuniziert werden sollten, denn sie haben überhaupt nichts mehr mit der Kirche Christi gemeinsam“, erklärte er.
Auch die Zustimmung von Papst Leo XIV. zu den „Exkommunikationen“ wertete Lenga als Beleg dafür, dass der Pontifex nicht mehr im Sinne Christi handle. Er rief die Mitglieder der Priesterbruderschaft dazu auf, in der überlieferten Lehre auszuharren, sich nicht durch die aktuellen vatikanischen Anweisungen beirren zu lassen und notfalls als „Katakombenkirche„ weiterzubestehen.
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