Leo XIV. hat der jüdischen Gemeinde in Rom Segen und Freude zu den anstehenden Feiertagen, dem Beginn des jüdischen Neujahrsfests Rosch Haschana, gewünscht. „Ich bekräftige erneut meine Hochachtung sowie die der gesamten Kirche“, so Leo XIV. an den römischen Oberrabbiner Riccardo Di Segni.
Zum ganzen Artikel Am selben Tag, an dem Fulton Sheen in St. Louis seliggesprochen wird – dem 24. September –, wird eine interreligiöse Veranstaltung unter dem Titel „Women of Faith“ Referentinnen aus dem Hinduismus, dem Ahmadiyya-Islam und der Bahá'í-Religion zusammenbringen. Die Erzdiözese St. Louis wird als „professioneller Unterstützer“ der Organisation aufgeführt. Die Veranstaltung findet in einem hinduistischen Tempel statt und zielt darauf ab, die Wertschätzung für die „Glaubensüberzeugungen, Werte und Praktiken“ anderer Religionen zu fördern. Zudem wird ein leichtes vegetarisches Abendessen serviert.
Zum ganzen Artikel In einem ausführlichen Gespräch mit dem Vatikan-Korrespondenten Niwa Limbu hat sich Weihbischof Athanasius Schneider erneut zu einigen der umstrittensten Themen der Gegenwartskirche geäußert – von der Marientitulatur über die Liturgiefrage bis zur Synodalität.
Anlässlich eines internationalen Mariensymposiums, das im Oktober an der Augustinianum-Fakultät in Rom stattfindet, verteidigte Schneider die traditionellen Titel „Miterlöserin„ (Co-Redemptrix) und „Mittlerin aller Gnaden“. Auch wenn ein jüngeres Dokument des vatikanischen Glaubensdikasteriums (Mater Populi Fidelis) solche Formulierungen für „stets unangemessen„ erklärt habe, verweist der Bischof auf jahrhundertelangen Gebrauch durch Päpste, Kirchenväter und approbierte Messformulare. Ein solches Erbe könne die heutige Kirche nicht einfach für nichtig erklären, so seine Argumentation – er rechnet vielmehr damit, dass das Dokument selbst dereinst zurückgenommen werde.
Zur Liturgiefrage erneuerte Schneider seinen Vorschlag an Papst Leo XIV., anstelle weiterer Motu proprios eine feierliche Apostolische Konstitution zu erlassen. Ziel sei ein dauerhaftes Nebeneinander von altem und neuem Messritus – eine „Pax Liturgica“, die kein Bischof mehr einseitig aufkündigen könne. Er regte an, dazu nicht nur das Kardinalskollegium, sondern auch die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen einzubeziehen.
Als Weihbischof im mehrheitlich muslimischen Astana übte Schneider Kritik an den dortigen internationalen Religionsgipfeln, die den Eindruck einer Gleichrangigkeit aller Religionen erweckten und damit die Einzigartigkeit Christi relativierten. Er plädierte stattdessen für einen „Dialog des Alltags„ im nachbarschaftlichen Miteinander, wie er ihn in Kasachstan selbst erlebe.
Persönlich wurde der Bischof bei der Frage nach der Handkommunion. Er erzählte, wie seine Familie 1973 aus der Sowjetunion nach Westdeutschland auswanderte und seine tief gläubige Mutter beim ersten Kontakt mit der Handkommunion in Tränen ausbrach – geprägt durch die Frömmigkeit eines Priesters, der selbst ein Lagerhäftling Stalins gewesen war.
Diese Erfahrung habe ihn später zu seinem bekannten Büchlein Dominus Est inspiriert, dessen Manuskript Papst Benedikt XVI. persönlich gebilligt habe. Er wiederholte seine Kritik an Papst Paul VI., der 1969 die Handkommunion gegen den Rat der Mehrheit der Bischöfe eingeführt habe, und forderte deren schrittweise Rücknahme.
Am schärfsten fiel sein Urteil zum Reizwort „Synodalität“ aus, das er als bewusst unscharfen Begriff bezeichnete, hinter dem sich eine Anpassung der katholischen Kirche an protestantische und zeitgeistgemäße Vorstellungen – insbesondere in Fragen der Sexualmoral – verberge. Einzig die traditionelle lateinische Messe bleibe von dieser Offenheit ausgenommen, kritisierte er.
Zum ganzen Artikel Ein mit einem Messer bewaffneter Mann betrat am 8.9.2026 die katholische Kirche Sankt Remigius in Forbach im französischen Lothringen außerhalb der Gottesdienstzeiten. Er fragte nach einem Priester und rief zwischendurch derart laut „Allahu Akbar“ [arabisch für ‚Gott ist größer‘], dass mehrere 14-jährige Schülerinnen einer benachbarten Gesamtschule das Gebrüll hörten und ihre Eltern informierten; diese riefen die Polizei.
Zum ganzen Artikel Jan III. Sobieski ist eng mit der Geschichte Wiens verbunden. Am 12. September 1683 führte der polnische König das Entsatzheer beim entscheidenden Kampf gegen die Osmanen am Kahlenberg. Das geplante Denkmal sollte an diese historische Rolle erinnern. Doch am vorgesehenen Standort steht bis heute lediglich der Sockel. Nun machen ÖVP und FPÖ gemeinsam Druck auf die Stadt.
Zum ganzen Artikel Das spanische Abgeordnetenhaus hat den Weg für die Einbürgerung von Zehntausenden Menschen aus der Westsahara und deren Kindern freigemacht. Für den Gesetzentwurf stimmten 168 Abgeordnete, 31 votierten dagegen und 145 enthielten sich. Begünstigt werden sollen die Sahrawis, also Angehörige der arabischsprachigen Bevölkerung der Westsahara.
Zum ganzen Artikel Während die Geburtenrate sinkt, gibt es in Westeuropa immer mehr Haustiere. Hunde sitzen in Kinderwagen, aus Fahrradanhängern lugen Deutsche Doggen hervor, Paare tragen Pudel oder kratzbürstige Katzen in Taschen auf dem Rücken oder vor dem Bauch durch die Fußgängerzone.
Zum ganzen Artikel Die Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils vermitteln eine neue Definition der Kirche und ihrer Einheit, die in klarem und eindeutigem Gegensatz zu der Definition der Kirche steht, wie sie das Lehramt bisher vermittelt hatte. Wenn Papst Leo XIV. sagt, dass die Gemeinschaft in der Kirche dadurch aufgebaut werden muss, dass „im Herzen eines jeden die Berührungspunkte in der Wahrheit gesucht werden“, dann geht es dabei genau um diese neue „Wahrheit“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Von Pater Jean-Michel Gleize (FSSPX).
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