Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Tradition: Priester, Bruder, Schwester – Warum der Weg dorthin eine gründliche Ausbildung braucht

Manche Fragen lassen sich nicht im Vorbeigehen beantworten. Die Frage, wozu Gott jemanden in diesem Leben ruft, gehört dazu. Wer sie ernst nimmt, merkt schnell: Zwischen dem ersten Gedanken und dem Tag der Weihe oder der Profess liegen Jahre – Jahre des Lernens, des Betens, des Reifens. Denn wer später am Altar steht, am Krankenbett betet oder Kinder im Glauben unterrichtet, trägt Verantwortung für unsterbliche Seelen.

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Geistliches: Inklusion für alle – außer für uns? Ein Vortrag über Treue und Verfolgung

Sind wir wirklich die „Spalter“, als die man uns hinstellt? Pater Stefan Pfluger (FSSPX) geht in seinem Vortrag dieser Frage auf den Grund – und zeigt: Was wie Widerstand aussieht, ist in Wahrheit tiefe, brennende Liebe zur Kirche. Warum lieben wir die Kirche als den fortlebenden Christus, als Spenderin der Wahrheit und als Vermittlerin der Erlösung? Und wie erklärt sich der auffällige Kontrast zwischen der „Offenheit für alle“ im kirchlichen Raum und den scharfen Maßnahmen gegen die Tradition? Ein Vortrag, der zum Nachdenken anregt und Mut macht, in der Treue zur überlieferten Lehre nicht zu wanken.

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US-Erzdiözese unterstützt interreligiöse Veranstaltung just am Tag der Seligsprechung von Fulton Sheen

Am selben Tag, an dem Fulton Sheen in St. Louis seliggesprochen wird – dem 24. September –, wird eine interreligiöse Veranstaltung unter dem Titel „Women of Faith“ Referentinnen aus dem Hinduismus, dem Ahmadiyya-Islam und der Bahá'í-Religion zusammenbringen. Die Erzdiözese St. Louis wird als „professioneller Unterstützer“ der Organisation aufgeführt. Die Veranstaltung findet in einem hinduistischen Tempel statt und zielt darauf ab, die Wertschätzung für die „Glaubensüberzeugungen, Werte und Praktiken“ anderer Religionen zu fördern. Zudem wird ein leichtes vegetarisches Abendessen serviert.

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Bischof Schneider: „Die Kirche hat keine Vollmacht, Jahrhunderte alter Lehre den Rücken zu kehren„

In einem ausführlichen Gespräch mit dem Vatikan-Korrespondenten Niwa Limbu hat sich Weihbischof Athanasius Schneider erneut zu einigen der umstrittensten Themen der Gegenwartskirche geäußert – von der Marientitulatur über die Liturgiefrage bis zur Synodalität.

Anlässlich eines internationalen Mariensymposiums, das im Oktober an der Augustinianum-Fakultät in Rom stattfindet, verteidigte Schneider die traditionellen Titel „Miterlöserin„ (Co-Redemptrix) und „Mittlerin aller Gnaden“. Auch wenn ein jüngeres Dokument des vatikanischen Glaubensdikasteriums (Mater Populi Fidelis) solche Formulierungen für „stets unangemessen„ erklärt habe, verweist der Bischof auf jahrhundertelangen Gebrauch durch Päpste, Kirchenväter und approbierte Messformulare. Ein solches Erbe könne die heutige Kirche nicht einfach für nichtig erklären, so seine Argumentation – er rechnet vielmehr damit, dass das Dokument selbst dereinst zurückgenommen werde.

Zur Liturgiefrage erneuerte Schneider seinen Vorschlag an Papst Leo XIV., anstelle weiterer Motu proprios eine feierliche Apostolische Konstitution zu erlassen. Ziel sei ein dauerhaftes Nebeneinander von altem und neuem Messritus – eine „Pax Liturgica“, die kein Bischof mehr einseitig aufkündigen könne. Er regte an, dazu nicht nur das Kardinalskollegium, sondern auch die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen einzubeziehen.

Als Weihbischof im mehrheitlich muslimischen Astana übte Schneider Kritik an den dortigen internationalen Religionsgipfeln, die den Eindruck einer Gleichrangigkeit aller Religionen erweckten und damit die Einzigartigkeit Christi relativierten. Er plädierte stattdessen für einen „Dialog des Alltags„ im nachbarschaftlichen Miteinander, wie er ihn in Kasachstan selbst erlebe.

Persönlich wurde der Bischof bei der Frage nach der Handkommunion. Er erzählte, wie seine Familie 1973 aus der Sowjetunion nach Westdeutschland auswanderte und seine tief gläubige Mutter beim ersten Kontakt mit der Handkommunion in Tränen ausbrach – geprägt durch die Frömmigkeit eines Priesters, der selbst ein Lagerhäftling Stalins gewesen war.

Diese Erfahrung habe ihn später zu seinem bekannten Büchlein Dominus Est inspiriert, dessen Manuskript Papst Benedikt XVI. persönlich gebilligt habe. Er wiederholte seine Kritik an Papst Paul VI., der 1969 die Handkommunion gegen den Rat der Mehrheit der Bischöfe eingeführt habe, und forderte deren schrittweise Rücknahme.

Am schärfsten fiel sein Urteil zum Reizwort „Synodalität“ aus, das er als bewusst unscharfen Begriff bezeichnete, hinter dem sich eine Anpassung der katholischen Kirche an protestantische und zeitgeistgemäße Vorstellungen – insbesondere in Fragen der Sexualmoral – verberge. Einzig die traditionelle lateinische Messe bleibe von dieser Offenheit ausgenommen, kritisierte er.

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Frankreich: Messermann brüllte „Allahu Akbar” in Kirche

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann betrat am 8.9.2026 die katholische Kirche Sankt Remigius in Forbach im französischen Lothringen außerhalb der Gottesdienstzeiten. Er fragte nach einem Priester und rief zwischendurch derart laut „Allahu Akbar“ [arabisch für ‚Gott ist größer‘], dass mehrere 14-jährige Schülerinnen einer benachbarten Gesamtschule das Gebrüll hörten und ihre Eltern informierten; diese riefen die Polizei.

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Österreich: Wiener Stadtregierung verweigert Sobieski die Ehrung

Jan III. Sobieski ist eng mit der Geschichte Wiens verbunden. Am 12. September 1683 führte der polnische König das Entsatzheer beim entscheidenden Kampf gegen die Osmanen am Kahlenberg. Das geplante Denkmal sollte an diese historische Rolle erinnern. Doch am vorgesehenen Standort steht bis heute lediglich der Sockel. Nun machen ÖVP und FPÖ gemeinsam Druck auf die Stadt.

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Gesellschaft: Haustier statt Kind

Während die Geburtenrate sinkt, gibt es in Westeuropa immer mehr Haustiere. Hunde sitzen in Kinderwagen, aus Fahrradanhängern lugen Deutsche Doggen hervor, Paare tragen Pudel oder kratzbürstige Katzen in Taschen auf dem Rücken oder vor dem Bauch durch die Fußgängerzone.

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Tradition: Einheit – in welcher Wahrheit?

Die Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils vermitteln eine neue Definition der Kirche und ihrer Einheit, die in klarem und eindeutigem Gegensatz zu der Definition der Kirche steht, wie sie das Lehramt bisher vermittelt hatte. Wenn Papst Leo XIV. sagt, dass die Gemeinschaft in der Kirche dadurch aufgebaut werden muss, dass „im Herzen eines jeden die Berührungspunkte in der Wahrheit gesucht werden“, dann geht es dabei genau um diese neue „Wahrheit“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Von Pater Jean-Michel Gleize (FSSPX).

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