Heute ernannte Papst Leo XIV. Pater Mario León Dorado – einen Anhänger des ketzerischen Abu-Dhabi-Programms – zum Koadjutor-Erzbischof von Rabat in Marokko. Im Jahr 2019 lobte Dorado das Programm, das in dem umstrittenen Abu-Dhabi-Dokument über die menschliche Brüderlichkeit („Gott will verschiedene Religionen“) dargelegt wurde.
Zum ganzen Artikel Erzbischof Carlo Maria Viganò hat scharf auf ein neues Dokument der Internationalen Theologenkommission reagiert, das sich mit der Beziehung zwischen Schöpfung und dem dreieinigen Gott befasst. Anlass ist Passage 52 des kürzlich veröffentlichten Textes, in dem der Panentheismus – die Vorstellung, die Welt existiere „in“ Gott, während Gott sie zugleich übersteige – als mögliche philosophisch-theologische Perspektive dargestellt wird, ohne klar verworfen zu werden.
Auf der Plattform X griff Viganò das Dokument frontal an. Die Anerkennung des Panentheismus durch den Heiligen Stuhl sei kein harmloses pastorales „Update“, sondern der folgerichtige Höhepunkt jener modernistischen Entwicklung, die die Erlösung im gnostischen Pantheismus und die Gnade in einer pelagianischen Selbstgenügsamkeit auflösen wolle.
Werde das Universum für wesenhaft göttlich erklärt und erlöse sich die Menschheit durch eine kollektive evolutionäre Entwicklung, so verliere das Kreuz seine tragische Notwendigkeit – die Kirche selbst reduziere sich dann auf eine bloße Dienerin der Geschichte, eine überflüssige Sozialagentur im Dienst weltlicher Interessen, so der Erzbischof.
Gegen diese subtile gnostische Parodie des Glaubens, die die Materie vergöttliche, um allein die Wunde der Erbsünde zu verschleiern und die göttliche Majestät zu schmälern, seien die Katholiken heute mehr denn je zum Widerstand aufgerufen.
Es gelte, sich zu bilden und mit Nachdruck die absolute Transzendenz des Schöpfers, die dramatische Realität des Sündenfalls und die vollkommene Angemessenheit des Opfers Christi zu bekräftigen. So könne jeder Gläubige dazu beitragen, die schwere Krise der päpstlichen Autorität zu überwinden, die die Kirche gegenwärtig durchlebe – in der unerschütterlichen Gewissheit, dass trotz zeitweiliger Verfehlungen ihrer Hierarchien die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden.
Das kritisierte Dokument trägt den Titel „Sorge für das Gemeinsame Haus: Eine verantwortungsvolle und brüderliche Antwort auf den dreifaltigen Gott“ und stammt von der Internationalen Theologenkommission. In einer Fußnote beruft es sich positiv auf Pierre Teilhard de Chardin, dessen kosmische Evolutionslehre von vielen Theologen als panentheistisch nahestehend eingestuft wird – eine Position, die das Heilige Offizium 1962 mit einem Monitum, einer Warnung, belegt hatte.
Zum ganzen Artikel Der britische Gesetzentwurf zur Legalisierung der assistierten Sterbehilfe für unheilbar kranke Menschen ist im Unterhaus des Parlaments in London gescheitert. In der zweiten Lesung am Freitag stimmten 270 Abgeordnete für den „Terminally Ill Adults (End of Life) Bill“, 286 dagegen. Damit wurde das Vorhaben mit einer Mehrheit von 16 Stimmen abgelehnt.
Zum ganzen Artikel Bischof José Valdeci Santos Mendes aus Brejo im Bundesstaat Maranhão leitete am 7. September, dem brasilianischen Unabhängigkeitstag, eine Eucharistiefeier in der Kathedrale Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis. Nach der Kommunion und vor dem Schlusssegen verlasen zwei junge Männer das „Credo der Jugend der kirchlichen Basisgemeinden“. Der Text spricht von einem „Gott/einer Göttin“, der bzw. die als „befreiend und revolutionär“ beschrieben wird. Der Text lehnt den Glauben an eine „hierarchische Kirche“ ausdrücklich ab und „begrüßt zugleich jegliche sexuelle Vielfalt“.
Zum ganzen Artikel Der Limburger Bischof Georg Bätzing schließt inhaltliche Gespräche mit Führungspersonen der AfD kategorisch aus. „Ich bin nicht bereit, mit den Ideologen dieser Partei zu reden, denn ich weiß nicht worüber“, meinte der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) bei einem Pressegespräch in Limburg.
Zum ganzen Artikel Die „Foibe-Massaker“ gehören zu den Gräueltaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ressentiment und Hass heraus verübt wurden. In die „Foiben“, tiefe Karsthöhlen im adriatischen Küstengebiet, warfen jugoslawische Partisanen politische Gegner, die der italienischen Bevölkerung von Julisch Venetien, Istrien und Dalmatien angehörten. Unzählige Menschen starben qualvoll in den Höhlen oder ihre Leichname wurden nach der Exekution in ihnen „entsorgt“. Zu den „Foibe“-Opfern gehört auch der italienische Priester Francesco Giovanni Bonifacio, der 2008 in Triest seliggesprochen wurde.
Zum ganzen Artikel Von 7. bis 9. September 2026 fand die dritte Priesterkonferenz des Distrikts Österreich der Priesterbruderschaft St. Pius X. in diesem Jahr statt. 19 Priester der Bruderschaft, 4 assoziierte Priester und zwei mitarbeitende, befreundete Diözesanpriester nahmen daran teil. Auf dem Programm standen unter anderem ein Vortrag des Distriktoberen über das neue, große Jahresthema „Ordnung und Großherzigkeit“.
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