Die Erzdiözese Wien hat heute bestätigt, dass Erzbischof Josef Grünwidl und Dompfarrer Toni Faber sich „in gutem Einvernehmen“ auch im Detail über den weiteren Weg Fabers geeinigt haben. Demnach wird er als Dompfarrer mit 31. August 2027 in Pension gehen. Zuletzt gab es teils medial geführte Debatten über Fabers Lebensstil sowie öffentliche Auftritte mit weiblicher Begleitung.
Zum ganzen Artikel Das ehemalige katholische Priesterseminar und Internat in Bay Shore im US-Bundesstaat New York soll zu einem muslimischen Internat umgewandelt werden. Eine muslimische Vereinigung hat das Gebäude für 5,2 Millionen Dollar erworben. Das Zentrum diente zunächst der Ausbildung von Priestern und später als Exerzitienhaus.
Zum ganzen Artikel Das Zeugnis der Märtyrer gehört nicht nur der Vergangenheit an. Wie Kardinal Kurt Koch, Präsident von Kirche in Not, am 11. Juni dieses Jahres in Einsiedeln erklärte: „Heute gibt es mehr Märtyrer als in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte.“ Auch wenn der liebe Gott von uns nicht das Opfer des Martyriums verlangt, erinnert uns das Beispiel dieser Soldaten an unsere Pflicht, unablässig nach Heiligkeit zu streben.
Zum ganzen Artikel Vier Tage nach seiner Bischofsweihe in Écône hat Bischof Marc Hanappier am 5. Juli 2026 in der Kapelle Saint-Michel in La Martinerie sein erstes Pontifikalamt zelebriert – im Rahmen des 25. Kongresses der Mouvement de la Famille Chrétienne (MCF) unter dem Motto „Kirche, missionarische Familie“.
In seiner ersten Predigt als Bischof griff Hanappier programmatisch auf den Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre, zurück. Er zitierte dessen Predigt vom 23. September 1979 in Paris, in der der Erzbischof anlässlich seines fünfzigjährigen Priesterjubiläums dazu aufgerufen hatte, das Vermächtnis der überlieferten Heiligen Messe zu bewahren und dadurch das Wiedererblühen einer christlichen Zivilisation zu ermöglichen.
Hanappier stellte diesem Zitat ein zweites zur Seite: einen Ausspruch des Dominikanerpaters Roger-Thomas Calmel aus dem Jahr 1975, wonach traditionsverbundene Christen mit Demut und Eifer, aber ohne sektiererischen Hochmut das bewahren sollten, was ihnen die Kirche überliefert habe.
Den eigentlichen Schwerpunkt seiner Predigt legte der neue Weihbischof auf eine Unterscheidung: Die Treue zur überlieferten Heiligen Messe – im Kern vom heiligen Papst Pius V. kodifiziert, mit Wurzeln, die teils bis zu den Aposteln zurückreichen – dürfe nicht als bloße Bewahrung eines musealen Ritus verstanden werden. Entscheidend sei vielmehr, den Geist dieser Liturgie lebendig zu halten.
Dieser Geist, so Bischof Hanappier, sei der Geist des Kreuzes und des Opfers: die vollständige Hingabe Christi an den Willen des Vaters, die sich in der Messe fortsetze, wo Christus als geopfertes Lamm Gottes gegenwärtig sei. Aus dieser Haltung der Unterwerfung unter den göttlichen Willen erwachse, so der Bischof, jener innere Friede, nach dem sich Gläubige angesichts der gesellschaftlichen und kirchlichen Dekadenz sehnten.
Mit Blick auf das Kongressthema Familie wandte Bischof Hanappier den Gedanken auch auf die Kindererziehung an: Kinder großzuziehen bedeute mehr als ihr biologisches Heranwachsen zu begleiten – es bedeute, sie durch den Geist des Opfers über ihre eigennützigen, von der Erbsünde gezeichneten Neigungen hinauszuführen. Nur eine durch das Kreuz geläuterte Liebe verdiene diesen Namen wirklich.
Zum Abschluss rief er, unter Berufung auf ein Wort der heiligen Jeanne d'Arc, dazu auf, den eigenen Teil des geistlichen Kampfes beizutragen, ohne den Zeitpunkt eines etwaigen Sieges selbst bestimmen zu wollen – das Wiedererblühen einer christlichen Zivilisation bleibe der göttlichen Vorsehung überlassen.
Zum ganzen Artikel