Die Organisatoren der Wallfahrt „zum Stuhl Petri“ Ende Oktober hatten vor neun Monaten schriftlich um eine päpstliche Audienz gebeten. Die Bitte wurde von Bischof Athanasius Schneider im vergangenen Dezember persönlich Leo XIV. übergeben.
Zum ganzen Artikel Gestern ernannte Leo XIV. den 58-jährigen Bischof Antônio Fontinele de Melo zum Bischof von Rio Branco in Brasilien. Im Oktober 2025 hatte dieser gefordert, die Rituale der indigenen Völker zu bewahren und „zu würdigen“ sowie – was besonders auffällig ist – ihre „Vorgestellungen von Gott“.
Zum ganzen Artikel Erzbischof Carlo Maria Viganò hat in einem Interview mit dem katholischen Portal LifeSiteNews seine scharfe Kritik an Papst Leo XIV. und der „synodalen Kirche“ erneuert. Im dritten Teil des Gesprächs, das am 18. September erschien, äußert sich der frühere Vatikan-Diplomat zu den Grenzen des Gehorsams, zum Vorwurf des Sedisvakantismus und zu einem möglichen Ausweg aus der Kirchenkrise. Er bekräftigte dabei seine Vorwürfe gegen Papst Leo XIV.
Der „Dialog„ der synodalen Kirche sei, so Viganò, ein selektives Instrument: Man spreche mit jenen, die nicht glauben, weil es dort nichts zu verteidigen gebe, nicht aber mit jenen, die Fragen stellen. Als Beleg führt er an, dass eine von ihm erbetene Audienz ohne Begründung abgesagt worden sei, während zur selben Zeit die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury im Vatikan empfangen worden sei.
Auch auf seine Bitte, ihm konkret aufzuzeigen, worin er dem Glaubensgut (Depositum Fidei) widerspreche, habe er keine Antwort erhalten. Das Schweigen des Papstes diene der Wahrung von Mehrdeutigkeit, die Exkommunikation erspare ihm die Widerlegung.
Zentral für Viganòs Argumentation ist die Unterscheidung zwischen dem Papstamt und der Person des Amtsinhabers. Dem Einwand, dies führe zu einem „ekklesiologischen Nestorianismus“, entgegnet er, die Verbindung eines Mannes mit dem Petrusamt sei nicht hypostatisch, sondern juridisch und moralisch. Wer Person und Amt verschmelze, verfalle in „Papolatrie„.
Als historische Belege nennt er die postume Verurteilung Papst Honorius' I. durch das Dritte Konzil von Konstantinopel, die von Papst Leo II. bestätigt wurde, sowie die Zurechtweisung des Petrus durch Paulus in Antiochia (Gal 2,11–14). Auch verweist er auf Thomas von Aquin, wonach Prälaten bei Gefahr für den Glauben von ihren Untergebenen öffentlich zurechtgewiesen werden dürften. Der Grundsatz Prima Sedes a nemine judicatur schütze den Stuhl, nicht dessen Inhaber.
Den Vorwurf, seine Position sei verdeckter Sedisvakantismus, weist Viganò zurück. Sedisvakantismus und Papolatrie seien „spiegelbildliche Irrtümer“, die beide von der Gleichsetzung von Person und Amt ausgingen. Leo XIV. habe das Amt tatsächlich inne, übe es aber „gegen den Zweck„ aus, für den es bestehe. Mit Verweis auf Robert Bellarmin fordert er Widerstand, nicht Absetzung: Die Feststellung der Sedisvakanz sei ein Jurisdiktionsakt, zu dem weder Bischöfe noch Laien befugt seien.
Einen Ausweg aus der Krise sieht Viganò letztlich nur in einem künftigen Papst, der die Irrtümer des Konzils und der nachkonziliaren Zeit verurteilt, die überlieferte Liturgie wiederherstellt und die Synodalität verwirft. Menschlich sei dies derzeit nicht absehbar, da die gesamte Hierarchie „korrupt“ sei.
Bis dahin gelte es, katholisch zu bleiben, die Messe aller Zeiten zu feiern und Priester und Bischöfe auszubilden. Die Kirche aller Zeiten lebe, die „synodale Kirche„ sei nur ein „Leichnam“. Die Krise sei eine von Gott zugelassene Prüfung, im Vertrauen auf den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ruft er zu Rosenkranz, Buße und Sühne auf.
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