Katholische Nachrichten

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Pfarrer Pompei: „Nicht ich habe mich von der Kirche getrennt„

Der Bischof von Latina in Italien hat am 11. September bekanntgegeben, dass sich der Pfarrer Leonardo Maria Pompei durch Schisma automatisch die Exkommunikation zugezogen habe. Pompei ist in Italien vor allem durch seine Online-Katechesen bekannt. In einem Interview legt Pompei nun seine Sicht dar.

Sein „Vergehen„ sei gewesen, „eine integral katholische Seelsorge fortzusetzen“: die Lehre aller Zeiten zu predigen, die Irrtümer anzuprangern, die die Kirche verwüsteten, und den überlieferten Glauben, die Moral und die Liturgie zu verteidigen. Wer religiösen Indifferentismus fördere oder homosexuelle Verbindungen segne sei „höchstwahrscheinlich nie von irgendeiner Maßnahme betroffen gewesen„.

Als Pfarrer habe er zunehmend Anweisungen befolgen sollen, die er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, etwa die Mundkommunion zu verweigern und die Handkommunion auszuteilen, oder sich an der Synodalität zu beteiligen, die „dem Leben, der Tradition und der hierarchischen Verfassung der Kirche völlig fremd sind“.

Deshalb habe er sich entschieden, als Pfarrer zurückzutreten, nicht mehr im Novus Ordo zu zelebrieren und sein Amt in der Tradition auszuüben.

Ob Leo XIV. rechtmäßiger Papst ist, will Pompei nicht entscheiden: „Ich besitze nicht die Jurisdiktion, einen Papst abzusetzen oder den Apostolischen Stuhl autoritativ für vakant zu erklären.„

Näher steht er nach eigener Aussage der Position von Erzbischof Carlo Maria Viganò. Dieser unterscheide das Papsttum als göttliche, unfehlbare Institution von der Person, die es innehat. Das Amt gehöre Christus, sein Inhaber könne es „gegen den Zweck ausüben, für den es besteht“. Das vermeide zwei spiegelbildliche Irrtümer: die Papolatrie, nach der alles gut sei, was ein Papst sagt, und den Sedisvakantismus, nach dem er nicht Papst sein könne, wenn er Schlechtes sagt. Für die gegenwärtige Lage verwendet Pompei Viganòs Begriff des „Hauptschismas„: Nicht ein Glied trenne sich vom Haupt, sondern der Mann an der Spitze trenne sich von der Tradition, die ihm vorausgeht.

Entscheidend sei die Unterscheidung zwischen Absetzen und Widerstehen. Pompei beruft sich auf den hl. Robert Bellarmin: „Wie es erlaubt ist, einem Papst zu widerstehen, der den Leib angreift, so ist es erlaubt, ihm zu widerstehen, der die Seelen angreift.“ Widerstand bedeute aber nicht, sich die Macht zur Absetzung anzumaßen. Und: „Der Papst ist der Hüter der Offenbarung, nicht ihr Herr.„

Seine Aussage, nicht mehr in Gemeinschaft mit Papst und Bischöfen zu stehen, habe nicht bedeutet, die Kirche verlassen zu wollen. Er könne nicht in Gemeinschaft mit ihnen sein, „insofern sie Prinzipien, Lehren und Praktiken der neuen konziliaren und synodalen Religion anhängen und von den Gläubigen fordern“, die dem Glauben widersprechen.

Zur Begründung verweist er auf den Römischen Kanon: Das „una cum famulo tuo Papa nostro„ sei untrennbar mit den folgenden Worten über die Bekenner des rechtgläubigen, katholischen und apostolischen Glaubens verbunden. „Die hierarchische Gemeinschaft ist wesentlich der Gemeinschaft im selben apostolischen Glauben zugeordnet und untergeordnet.“

Kirchliche Gemeinschaft sei keine „persönliche Solidarität mit dem Inhaber eines Amtes„, sondern Gemeinschaft im selben Glauben, in denselben Sakramenten und derselben Leitung. Ein Befehl, der dem Glauben oder dem göttlichen Recht widerspreche, verpflichte nicht: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Er verweist auf Erzbischof Marcel Lefebvre, der 1987 Kardinal Ratzinger gesagt habe: „Wir können nicht zusammenarbeiten; es ist unmöglich, […] weil wir in zwei diametral entgegengesetzte Richtungen arbeiten.„ Ein persönliches Entgegenkommen, etwa die Erlaubnis zur alten Messe, löse das Problem daher nicht. „Die kanonische Regularität ist gewiss ein Gut; aber sie darf nicht um den Preis der Wahrheit, des Gewissens und des Heils der Seelen erkauft werden“, erklärt Pfarrer Pompei.

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Deutschland: Generalvikar gegen Eltern

Der Streit um die Sexualerziehung an katholischen Schulen verschärft sich. In einer internen Mail erhebt der Hamburger Generalvikar Vorwürfe gegen kritische Eltern und verteidigt zugleich das umstrittene Konzept. Die Elterninitiative reagiert und verweist auf Aussagen des Konzepts zu Sexualmoral, Ehe sowie biologischem Geschlecht und sozialer Identität.

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Tradition: 26 neue Seminaristen und angehende Ordensbrüder in Flavigny

Unter strahlendem Sonnenschein drängen sich an diesem Samstag, dem 19. September, die Familien, um ihre Söhne bei der Aufnahme ins Priesterseminar zu begleiten. Aus allen Ecken Frankreichs, aber auch aus Kanada, Gabun, Portugal und dem Nahen Osten waren sie gekommen, nun richten sich 26 junge Männer mit ihren wenigen Habseligkeiten in den Zimmern ein, die den Kreuzgang umgeben oder auf die mittelalterlichen Gassen von Flavigny-sur-Ozerain blicken.

23 von ihnen wollen Priester werden, während sich drei auf das Ordensleben bei den Brüdern der Bruderschaft St. Pius X. vorbereiten. Einige kommen nach einem Jahr oder einigen Monaten im Vorseminar: eine wertvolle Zeit, die es ihnen ermöglicht hat, ihre Berufung zu reifen und solide Gewohnheiten des Gemeinschaftslebens zu erwerben.

Wie jedes Jahr sind die Lebenswege vielfältig. Die meisten haben bereits studiert und einige verfügen über Hochschulabschlüsse und sind Master, Ingenieur oder Jurist. Sie alle haben den Entschluss gefasst, ihr Leben für die Herrschaft Christi, des Erlösers, über die Seelen und die Gesellschaften hinzugeben. In Flavigny beginnt für sie ein anspruchsvoller Weg, aber auch ein schönes Abenteuer im Dienst Gottes und der Kirche.

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Tradition: Video-Eindrücke von der Maria Namen Feier 2026 in Wien

Zum Fest Maria Namen 2026 wurde in der Wiener Minoritenkirche ein Hochamt im Wiener Eigenritus gefeiert. Es ist dies eine besonders feierliche Form des lateinischen Hochamts im überlieferten römischen Ritus und ist historisch eng mit der Erzdiözese Wien verbunden. Eine Liturgie, die die Seele zu Gott erhebt und uns schon fast den Himmel ahnen lässt.

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Leo XIV. entscheidet sich gegen den Römischen Kanon

Das Messbuch des Vatikans für die Apostolische Reise des Papstes vom 25. bis 28. September bestätigt, dass bei allen drei päpstlichen Messen – in Paris, Lourdes und Metz – das Eucharistische Hochgebet III in französischer Sprache verwendet wird. Der alte Römische Kanon, das Eucharistische Hochgebet I, fehlt.

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