Leo XIV. hat Monsignore Alfonso Raimo, einen Verfechter des interreligiösen Dialogs zum Bischof von Terni-Narni-Amelia in Italien ernannt. In den letzten Jahren hat Raimo an einer Reihe interreligiöser Initiativen teilgenommen, an denen Muslime, Sikhs, Bahá’í, Buddhisten und Angehörige anderer christlicher Gemeinschaften beteiligt waren. Zudem ist er Ehrenmitglied des Rotary Clubs.
Zum ganzen Artikel Bischof Joseph Strickland übt scharfe Kritik am neuen Dokument des Vatikans zum interreligiösen Dialog, das von Leo XIV. gebilligt worden war. Das Dokument spielt die Notwendigkeit, dass alle Menschen von der katholischen Kirche evangelisiert werden, herunter.
Strickland nahm insbesondere folgende beunruhigende Passage ins Visier: „Die abweisende Verteidigung der eigenen Position und der Proselytismus als einzige Form der Begegnung mit dem „Anderen“ haben keinen Sinn mehr in einer Welt, die immer mehr einem vernetzten und ständig in Bewegung befindlichen globalen Dorf gleicht.“
„Diese Erklärung des Vatikans muss von allen zurückgewiesen und verworfen werden, die Jesus Christus und seine Kirche als den einzigen Weg zum Vater betrachten“, erklärte der ehemalige Bischof von Tyler in Texas.
„Die Wahrheit entwickelt sich nicht ständig weiter“, betonte der Bischof. „Die Wahrheit ist Jesus Christus, der in der Welt unter uns gegenwärtig ist, und seine Kirche ist das Mittel zu unserem Heil.“
Der Text mit dem Titel „Der Weg der Hoffnung: Eine Notiz zum 60. Jahrestag von Nostra Aetate“ rät von „Proselytismus“ ab, also von Versuchen, Menschen anderer Religionen zu bekehren.
Das Dokument bekräftigt den „interreligiösen Dialog“ und die „Brüderlichkeit“ mit anderen Religionen als Ideal und stellt diese als Mittel zum „Frieden“ und zum „Verständnis“ dar, im Gegensatz zur Evangelisierung.
Zum ganzen Artikel In einem ausführlichen Interview mit dem Portal LifeSiteNews erhebt der ehemalige vatikanische Diplomat Erzbischof Carlo Maria Viganò schwere Vorwürfe gegen Papst Leo XIV. und gegen die Kirchenführung insgesamt. Der Bischof, der seit Jahren als scharfer Gegner des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Reformen unter Papst Franziskus auftritt, sieht in der neuen Amtszeit keine Kurskorrektur, sondern eine Fortsetzung – und sogar eine Verschärfung – der Linie seines Vorgängers.
Zentral für Viganòs Argumentation ist die These, dass die Liturgiereform nach dem Konzil nicht Folge, sondern eigentliche Ursache der Glaubenskrise gewesen sei. Die Art zu beten forme den Glauben der Menschen („ut legem credendi lex statuat supplicandi“), so der Bischof – und genau deshalb sei die Beibehaltung der Einschränkungen für die überlieferte Heilige Messe durch das Motu proprio „Traditionis Custodes„ unter Leo XIV. ein bedeutsames Signal. Diese Regelung sei unter dem neuen Papst nicht gelockert worden, sondern werde konsequenter angewendet als zuvor, erklärt Viganò.
Erzbischof Viganò wirft der Kirchenleitung zudem vor, ein System gegenseitiger Deckung unter Klerikern aufgebaut zu haben. Als Beispiel führt er den Fall eines peruanischen Priesters an, dem schwerer Missbrauch vorgeworfen wird, sowie einen Bischof, der sich für mutmaßliche Opfer eingesetzt habe und dem daraufhin der Klerikerstand aberkannt worden sei. Auch die Ernennung des venezolanischen Kurienerzbischofs Edgar Peña Parra – gegen den Viganò bereits 2002 schwerwiegende Vorwürfe an die vatikanische Kurie weitergeleitet hatte – nennt er als Beleg für ein Muster, wonach belastete Personen befördert und Ankläger kaltgestellt würden.
Auf die Frage einer möglichen Verbindung zwischen kirchlichen und freimaurerischen beziehungsweise globalistischen Interessen hält Viganò an seiner grundsätzlichen These fest: Eine kompromittierte, erpressbare Kirchenführung sei leichter lenkbar und stehe globalen politischen Agenden – etwa in der Klima-, Migrations- oder Chinapolitik – nicht im Weg. Das Konklave von 2025 sei durch die von Franziskus ernannten Kardinäle geprägt gewesen, was die Wahl eines Kurskontinuität sichernden Papstes wahrscheinlich gemacht habe.
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