Der Klimawandel kenne keine Grenzen, findet Leo XIV. - daher dürfe auch die Antwort darauf keine Grenzen kennen. Bei einem Treffen mit Wissenschaftlern rief er deshalb zu globaler Zusammenarbeit auf. Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit gelte es, Umweltprobleme aus globaler Perspektive anzugehen und auf einen gemeinsamen Plan hinzuarbeiten.
Zum ganzen Artikel Kardinal Robert McElroy aus Washington schrieb am 23. September, dass „wir in den vergangenen sechs Monaten einen bemerkenswerten Wandel in der katholischen Lehre zum Thema Krieg miterlebt haben“. McElroy lobte die „enormen Fortschritte“, die in diesem Zeitraum dabei erzielt wurden, „die Rolle der Tradition des gerechten Krieges in der katholischen Lehre in den Hintergrund zu rücken“.
Zum ganzen Artikel Im zweiten Teil seines Interviews erklärt Pfarrer Leonardo Maria Pompei, was er meint, wenn er sagt, die Hierarchie und der Papst hätten das Papsttum „verraten„. Das Papsttum als göttliche Einrichtung sei unfehlbar. Verraten werden könne es aber von dem, der es innehat, wenn er seine Autorität entgegen ihrem Zweck gebrauche. Der Papst sei „nicht der Eigentümer der Kirche, der Herr der Offenbarung oder die Quelle eines neuen Glaubens“, sondern Hüter des Glaubensgutes.
Pompei beruft sich auf das Erste Vatikanische Konzil, wonach der Heilige Geist den Nachfolgern Petri nicht verheißen wurde, damit sie neue Lehren verkünden, sondern damit sie die überlieferte Offenbarung treu bewahren. Verraten werde das Papsttum, wenn Namen, Symbole und Vorrechte erhalten blieben, die Autorität aber dazu diene, den Glauben der Welt anzupassen, die Brüder zu verwirren und die überlieferte Liturgie zu verfolgen.
Auch die Bischöfe nimmt er in die Pflicht. Wer die Synodalität durchsetze, moralische Irrtümer dulde, die überlieferte Messe verfolge und glaubenstreue Priester bestrafe, verrate sein Amt. Über die persönliche Schuld einzelner Päpste oder Bischöfe urteile er nicht; das wisse Gott allein. Doch seit 60 Jahren erlebe man eine „systematische und weit verbreitete Umkehrung„ der Sendung der kirchlichen Autorität.
Papolatrie sei die Kehrseite: Sie verlange unbedingten Gehorsam gegenüber der Person des Papstes, auch wenn dessen Akte dem Lehramt seiner Vorgänger widersprechen. Sein Widerstand sei „keine Revolte gegen das Papsttum“, sondern ein Appell, wieder zu werden, was Christus gewollt habe.
Angesprochen auf die Vielfalt der traditionellen Positionen – Sedisvakantismus, FSSPX usw. – spricht Pompei über die Krise der Autorität. Wo die Autorität selbst Zweideutigkeiten verbreite, bleibe den Gläubigen nur, sich selbst Erklärungen zu suchen. Die Vielfalt der Strömungen sei eines der deutlichsten Symptome der Krise.
Gleichwertig seien die Erklärungen aber nicht. Die Analyse Erzbischof Lefebvres und der FSSPX sei „historisch und doktrinell sehr solide„. Keine Hypothese dürfe jedoch zur absoluten Gewissheit erhoben werden. Sonst fülle sich das Vakuum mit „kleinen privaten Lehrämtern“, und Traditionalisten bekämpften einander erbitterter als die Irrtümer.
Dass die Sanktionen Vertreter sehr verschiedener Positionen träfen, bestätige das: Bestraft werde die Weigerung, im Konzil einen legitimen Ausdruck der Tradition zu sehen.
Wo aber liegt die Grenze zwischen Widerstand und Schisma? Maßstab sei das Glaubensgut, wie es das beständige Lehramt der Kirche auslege. Zu unterscheiden sei zudem das Gewicht der einzelnen Akte, denn nicht jede Äußerung eines Papstes sei unfehlbar. Zunächst spreche die Vermutung für die Autorität; man trage Schwierigkeiten respektvoll vor und suche eine Auslegung im Einklang mit der Tradition. Widerstand werde erst notwendig, wenn der Widerspruch zu Glauben, göttlichem Recht oder Seelenheil „objektiv, schwerwiegend und hinreichend gewiss„ sei.
Der Widerstand müsse verhältnismäßig sein. Er könne darin bestehen, einen Befehl nicht auszuführen, einen Irrtum zu benennen, weiter die überlieferte Liturgie zu feiern oder glaubenstreue Priester aufzusuchen. Schisma liege erst vor, wenn jemand das Prinzip der von Christus eingesetzten Autorität verwerfe, die katholische Gemeinschaft als solche leugne oder eine Kirche nach eigenem Urteil errichte.
Nicht jeder Gläubige dürfe zudem leichthin erklären, der Papst sei Häretiker oder ein Bischof habe sein Amt verloren; das erfordere Kompetenz, Klugheit und höchste Gewissheit.
Fazit: Widerstand weise den Irrtum zurück, um der Kirche treu zu bleiben; das Schisma verwerfe die Kirche und ihre göttliche Verfassung, um dem eigenen Willen zu folgen. Pfarrer Pompei betrachte sich nicht als außerhalb der Kirche und hoffe auf den Tag, an dem man der Autorität nicht mehr widerstehen müsse.
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