Eine Vatikan-Kommission fordert langfristig eine vollständige Überarbeitung des Kirchenrechts. Das geht aus dem Bericht der Kirchenrechts-Studiengruppe hervor, den das Synodensekretariat heute veröffentlichte. Als Ergänzung schlagen die Kirchenrechtler unter anderem vor, eine gemeinschaftliche Entscheidungsfindung zu fördern, um noch mehr Ämter und Aufgaben an Laien zu übertragen.
Zum ganzen Artikel Erzbischof Carlo Maria Viganò hat die Reise von Leo XIV. nach Frankreich kommentiert und ist dabei besonders auf die Äußerungen des Papstes zur Französischen Revolution eingegangen.
„In Paris, im Élysée-Palast, lobte Leo XIV. die Aufklärung als ‚Errungenschaft‘; er sagte, dass die ‚Menschenrechte‘ – „insbesondere die Religionsfreiheit“ – „der Natur des Menschen innewohnen“, und stellte Liberté, Égalité, Fraternité nicht als Motto der Revolution dar, sondern als „universelle ethische Anforderungen“, die im Evangelium „eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration“ fänden. Anschließend erhob er die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 zum „Meilenstein“ des moralischen Fortschritts.“
„Das ist das genaue Gegenteil des Lehramts bis hin zu Pius XII.“, erklärt der Bischof, der angeführt wird, inwiefern dies der katholischen Lehre widerspricht: „Gregor XVI. bezeichnet in ‚Mirari Vos‘ den Anspruch, jedem die Gewissensfreiheit zu garantieren, als ‚Wahnsinn‘.
Pius IX. verurteilt in Quanta Cura und im Syllabus den Irrtum, wonach jeder frei sei, die Religion anzunehmen, die er für wahr hält; dass es nicht mehr angebracht sei, die katholische Religion als einzige Staatsreligion zu haben; dass es lobenswert sei, jedem Kult die öffentliche Ausübung zu gestatten; dass diese bürgerliche Freiheit die Sitten nicht verderbe; und dass der Papst sich mit dem Fortschritt, dem Liberalismus und der modernen Zivilisation versöhnen könne und müsse.
Leo XIII. bringt es in den Enzykliken Libertas und Immortale Dei auf den Punkt: Es gibt kein Naturrecht auf Irrtum; wahre Freiheit besteht darin, das Gute zu tun; der Staat erkennt die wahre Religion an und stellt sie nicht auf eine Stufe mit den falschen Religionen.
Pius XI. erinnert in Quas Primas und Mortalium Animos daran, dass Frieden und Würde nicht aus der Rebellion der Erklärung der Menschenrechte entstehen, sondern aus dem sozialen Königtum Christi.
Pius X. entlarvt in Notre charge apostolique die revolutionäre Triade als das, was sie ist: Gleichheit ohne Hierarchie, Freiheit ohne Wahrheit, Brüderlichkeit ohne Gott den Vater – eine Fälschung der christlichen Brüderlichkeit, nicht deren Erfüllung.“
„Leo XIV. macht das Gegenteil“, erklärt der Prälat. „Er stellt Chlodwig und die Aufklärung auf eine Stufe, als ob die Taufe Frankreichs und die Guillotine für Geistliche und Aristokraten demselben ‚Genie‘ entsprächen. Er nennt das, was die Päpste als Pest bezeichneten, eine Eroberung. Er verwandelt das, was das beständige Lehramt als Wahn bezeichnet hat, in Recht. Er macht das Evangelium zur Quelle eines freimaurerischen Mottos, das geprägt wurde, um unseren Herrn Jesus Christus zu entthronen.
Und unter Berufung auf Johannes Paul II. setzt er eine Erklärung der Vereinten Nationen – ein Dokument ohne Christus, ohne Kirche, ohne das in der Offenbarung vollendete Naturrecht – an die Stelle der Tradition als Maßstab für den ‚moralischen Fortschritt.
Leo XIV. unterwirft das Papsttum der Religion des Globalismus: Würde ohne Gebote, Gewissensfreiheit gegen den Willen Gottes, falsche Religionen als schützenswerte Vielfalt, Multilateralismus als Horizont, ‚gerechte‘ Säkularität als Rahmen.“ Mit dem Blut der Märtyrer der Revolution unterzeichne der Papst die Charta des gottlosen Menschen. „Wie schon beim großen Schisma hält derjenige, der auf dem Stuhl Petri sitzt, den Irrtum nicht zurück: Er segnet ihn und macht ihn zu einem unumstößlichen Dogma“, schreibt der ehemalige apostolische Nuntius.
Zum ganzen Artikel