Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Tradition: Wallfahrt nach Mariazell

Am Rosenkranzsonntag, dem 4. Oktober 2026, machten sich wie nun schon seit 30 Jahren Kleriker und Gläubige der Priesterbruderschaft St. Pius X. aus ganz Österreich auf zur alljährlichen Wallfahrt zur Gnadenmutter nach Mariazell. Nach einem Vortrag des Distriktoberen über den „Geist der Armut im christlichen Leben“ und einem levitierten Hochamt folgte die Prozession von St. Sebastian zur Basilika des Wallfahrtsortes.

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Geistliches: Der hl. Adalbero von Würzburg

Oberösterreich, 11. Jahrhundert. Adalbero, letzter Spross der Grafen von Lambach-Wels, steigt zu einem der einflussreichsten Kirchenmänner seiner Zeit auf. Als Bischof von Würzburg reformiert er Klöster, gründet Stifte und genießt das Vertrauen der Mächtigen. Den jungen König Heinrich IV. kennt er von Kindesbeinen an, er war sein Taufpate, sein väterlicher Berater, sein Freund. Doch dann stellt sich Adalbero gegen den eigenen Schützling. Er verliert sein Amt, seine Stadt, seine Heimat. Der Bischof, der sich einem Kaiser widersetzte: die Geschichte des heiligen Adalbero.

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Von Leo XIV. geförderter Kardinal: „Die gesamte Tradition der Kirche muss im Lichte der Lehre des Konzils gelesen werden.“

Die traditionelle Spiritualität habe sich um das Bild Christi, des Königs, herum entwickelt, während das Zweite Vatikanische Konzil darauf abzielte, eine Spiritualität rund um Christus, den Diener, aufzubauen, erklärte Kardinal Grzegorz Ryś aus Krakau am 3. Oktober. Er ist ein homosexuellenfreundlicher Prälat und wurde im November 2025 von Papst Leo XIV. von Łódź nach Krakau versetzt.

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Progressisten der Franziskus-Ära dominieren die „Amoris Laetitia“-Konferenz unter Papst Leo

Das kürzlich vom Vatikan veröffentlichte Programm für die achttägigen Konferenz von Papst Leo XIV. anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von „Amoris Laetitia“ räumt einer Reihe von Prälaten und Experten, die eng mit der synodalen und pastoralen Vision von Papst Franziskus für die Kirche verbunden sind, eine herausragende Rolle ein.

Am 3. Oktober veröffentlichte der Vatikan den offiziellen Zeitplan für die bevorstehende Konferenz von Papst Leo XIV. in der Aula Paul VI. vom 7. bis 14. Oktober und legte damit eine streng kontrollierte Struktur offen, die darauf abzielt, das Apostolische Schreiben „Amoris Laetitia“ von Papst Franziskus anhand dessen zu untersuchen, wie das Dokument „gelebt“ wurde.

Der gesamte Prozess wird durch vorab ausgewählte Teilnehmer und kontrollierte Berichtsmechanismen im Rahmen von Gruppendiskussionen eng gesteuert. Aus der Liste der Teilnehmer wählte Papst Leo XIV. persönlich 22 Teilnehmer aus, darunter prominente amerikanische progressive Prälaten wie Kardinal Blase Cupich (Chicago), Kardinal Robert McElroy (Washington, D.C.) und Kardinal Joseph Tobin (Newark).

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Kolumbien: Basilika von Chiquinquirá sperrt Pilger aus

Pilger der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) haben bei ihrer Wallfahrt zur Marienbasilika von Chiquinquirá, dem Nationalheiligtum Kolumbiens, keinen Zutritt zur Kirche erhalten. Die Pilger wollten dort wie in den Vorjahren die Weihe ihres Autonomen Hauses für Mittelamerika und die Karibik an die Gottesmutter erneuern.

Die Wallfahrt fand vom 26. bis 28. September statt. Zwei Tage vor der Ankunft wurde der Bruderschaft mitgeteilt, dass die Erneuerung in der Basilika nicht gestattet werde. Nach Messe und Prozession versammelten sich die Gläubigen deshalb auf der Freitreppe der Kirche. Dort erneuerte der Obere des Autonomen Hauses, Pater Ezequiel Rubio, die Weihe.

Der Vorgang bedeutet eine Zäsur. Im Juli 2023 hatte die Bruderschaft mit Zustimmung der örtlichen kirchlichen Stellen ein feierliches Hochamt am Hauptaltar vor dem Gnadenbild feiern dürfen, rund 700 Gläubige nahmen teil. Auch 2024 und 2025 wurden weiterhin Messen der Bruderschaft in der Basilika erlaubt.

Als Hintergrund der Absage wurden die Bischofsweihen der Bruderschaft vom 1. Juli 2026 sowie die Sanktionen, die darauf folgten, genannt. In seiner Ansprache äußerte Pater Rubio Enttäuschung. Die Kirche spreche viel von Offenheit und Synodalität, doch dies scheine für die Bruderschaft nicht zu gelten.

„Heute, da Sie alle ebenso gut wie ich um die Offenheit wissen, auf die sich die Hierarchie gerne beruft; heute, da wir immer wieder hören, dass wir in einer offenen Kirche sind, dass wir in einer Kirche sind, die zuhört, dass wir in einer Kirche sind, die bereit ist, zu begleiten und nicht zu verurteilen; heute, da wir in einer Kirche sind, die sich nun als „synodal“ bezeichnet, scheint dieser Diskurs jedoch für alle zu gelten – außer für die Bruderschaft. Und warum? Was ist der Grund dafür? Was haben wir falsch gemacht? Uns voll und ganz, uneingeschränkt an unseren heiligen katholischen, apostolischen und römischen Glauben zu halten“, erklärte Pater Rubio. Man wolle aber keinen Groll hegen, sondern die Zurückweisung als Opfer darbringen.

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Brasilien: Bolsonaro schlägt Lula

Niederlage für Lula, einen der letzten linken Präsidenten Südamerikas. Den ersten Wahlgang um die Präsidentschaft Brasiliens hat der rechte Kandidat Flavio Bolsonaro mit 47,1 Prozent gewonnen. Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva, kam nur auf 45,1 Prozent. Der Sohn des wegen eines angeblichen Putschversuches zu einer langen Haftstrafe verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro ist damit klarer Favorit für die Stichwahl in drei Wochen.

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