Papst Leo XIV. hat heute den 63-jährigen Bischof Ramón Salazar Estrada, bisher Weihbischof von Guadalajara, zum neuen Bischof von Mazatlán in Mexiko ernannt. Am 8. April 2022 dokumentierte Weihbischof Salazar auf Facebook, wie er gemeinsam mit Theologiestudenten im Priesterseminar von Guadalajara an einem jüdischen Passahmahl teilnahm. Katholiken ist es untersagt, das jüdische Passahfest als religiösen Ritus des Alten Bundes zu begehen, da dessen Zeremonien auf den Messias hinwiesen, der bereits in Jesus Christus gekommen ist und die Erlösung vollbracht hat, auf die sie hinwiesen.
Zum ganzen Artikel Die Euphorie, in die die Bewahrer der Revolution wegen einiger Sätze gegen die Abtreibung und einiger versammelter Menschenmengen verfallen sind, war auch im Hinblick auf diese Reise von Leo XIV. nach Frankreich vorhersehbar.
Es war die übliche internationale Reise mit großem Medienrummel, mit den üblichen Verweisen auf das Naturrecht (ungeachtet der Ernennungen, die unmittelbar nach der Rückkehr nach Rom in die entgegengesetzte Richtung gingen), mit den üblichen Menschenmassen (die man seit Jahrzehnten überall sieht und die aus den Kirchen verschwinden, noch während der Pontifex auf der Treppe des Flugzeugs steht), mit der üblichen Begeisterung der halbkonservativen Welt (basierend auf einer sorgfältigen Auswahl der Äußerungen von Leo XIV., wobei sie indifferentistische und liberale Sätze geflissentlich übergehen), mit den üblichen Enttäuschungen am Tag danach (wenn, sobald die Euphorie abgeklungen ist, deutlich wird, dass im Vatikan alles wie zuvor weitergeht und es im besuchten Land sogar noch schlimmer ist als zuvor), mit den üblichen Statistiken über junge Menschen und vielleicht über „Bekehrungen“ (die pflichtbewusst verschweigen, wie viele nach der Firmung die religiöse Praxis aufgeben, und vor allem, worauf sich die Bekehrung bezieht … zum katholischen Glauben oder zu seiner modernistischen „Light“-Version?).
Also alles nach Plan, in einem Land, in dem sogar die Mehrheit der Pseudorechten um Marine Le Pen für die Verankerung des Abtreibungsrechts in der Verfassung gestimmt hat, und in einer Gesellschaft (nicht nur in Frankreich), in der man zu Pop-Events, die – zwischen Schaulustigen, Selfies und lärmenden Gruppen – die x-te Menschenansammlung inszenieren, niemals „nein“ sagt.
Im Übrigen bezeichnete selbst Papst Franziskus Abtreibungsärzte als „Mörder“ und würdigte anschließend Emma Bonino; er sagte, es gebe zu viel „Schwulerei“ in den Priesterseminaren, und fragte später: „Wer bin ich um zu urteilen?“. Doch diese Masche ist mittlerweile alt: Man denke nur an Benedikt XVI., der an einem Tag gegen den Relativismus wetterte und am nächsten in einer Moschee in Richtung Mekka betete. Wir haben es hier mit der klassischen modernistischen Taktik zu tun, die in „Pascendi“ dargelegt wird: Danach kann man kurz nacheinander sowohl A als auch Nicht-A vertreten, um so alle zufrieden zu stellen und gleichzeitig alle zu verärgern.
Es ist nicht nötig, sich ausführlich mit den liberalen und indifferentistischen Äußerungen von Leo XIV. in diesen Tagen in Frankreich zu befassen. Es ist unwichtig, wenn man den Kern der Sache verstanden hat.
Sicher, der Nachfolger von Franziskus kommuniziert auf eine subtilere und weniger provokative Weise als sein Vorgänger. Aber wenn das bereits ausreicht, um bestimmte Kommentatoren aus der Fassung zu bringen, bedeutet das, dass die wichtigste Erkenntnis nicht so sehr im veränderten Medienmanagement des Vatikans liegt, sondern in der Absenkung des Urteilsvermögens nach Jahrzehnten galoppierenden Neomodernismus.
Zum ganzen Artikel Man traut seinen Augen nicht, aber es steht da, schwarz auf weiß, in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz: Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße wird die DBK-Kommission für Familie, Jugend und Erziehung leiten. Mit Heße wird die Leitung dieser Kommission ausgerechnet einem Oberhirten anvertraut, in dessen Erzbistum seit mehr als einem Jahr ein erbitterter Streit um Fragen von Familie, Jugend und Erziehung geführt wird. Der Auslöser: das Rahmenkonzept des Erzbistums für sexuelle Bildung an katholischen Schulen.
Zum ganzen Artikel Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich mehr Geburten in Deutschland, möchte aber selbst nicht mehr Kinder haben. Insgesamt fänden laut einer aktuellen Insa-Umfrage 61 Prozent der Bürger es gut, wenn in Deutschland die Geburtenzahl wieder steigen würde. Wiederum hätte die Hälfte der Bürger ungerne selbst mehr oder überhaupt Kinder.
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