Katholische Nachrichten

Ihr täglich aktuelles Nachrichten-Update in deutscher Sprache aus der Welt der Katholischen Kirche.

Belgien: Bischof Johan Bonny von Antwerpen treibt seinen Plan voran, im Jahr 2028 verheiratete Männer zu weihen

Mehrere verheiratete Kandidaten werden bereits auf eine mögliche Weihe vorbereitet. „Ich vertraue darauf, dass bis zum Ende des Synodenprozesses im Herbst 2028 eine angemessene Regelung gefunden werden kann“, erklärte Bischof Bonny. Bonny warnte, es wäre „ein fataler Schlag für die Glaubwürdigkeit und die Umsetzung des gesamten Synodenprozesses, wenn bis dahin keine Regelung gefunden würde“.

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Deutschland: „Wort-Gottes-Feier“ in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift

In der römisch-katholischen Pfarrei Dülmen im Bistum Münster wurde am 20. September eine Wort-Gottes Feier mit Liedern der US-amerikanischen Sängerin Taylor Swift veranstaltet. Aus dem Gottesdienst wurde ein kleines Konzert, mit Lichtshow mit Lila- und Blautönen sowie dem Einsatz einer Nebelmaschine, während eine Band Lieder von Taylor Swift spielte. Taylor Swift und ihre Musik werden von christlicher Seite immer wieder für ihre Unterstützung der Abtreibungspolitik sowie ihre teilweise antichristlichen Texte kritisiert.

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Heiliges Land: Das einzige christliche Dorf im Westjordanland steht massiv unter jüdischem Verdrängungsdruck

Der Pfarrer von Taibeh, des letzten christlichen Dorfes im Westjordanland, äußerte sich am 29. September zur Lage der Christen: „Die Christen im Heiligen Land zu schützen bedeutet nicht nur, Kirchen, Klöster und Steine zu schützen. Der Schutz der christlichen Präsenz bedeutet auch, die Christen und ihr Recht zu schützen, in ihrer eigenen Heimat zu bleiben.“

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Geistliches: Rosenkranzmonat Oktober

„Wir blicken mit freudiger Erwartung und neuer Hoffnung auf den wiederkehrenden Monat Oktober. Es ist ein frommer Brauch, dass während dieser Zeit die Gläubigen häufiger in die Kirchen kommen, um ihre Gebete mittels des heiligen Rosenkranzes an Maria zu richten. Es ist Unser Wunsch, ehrwürdige Brüder, dass dieses Gebet in diesem Jahr mit noch größerem Eifer verrichtet werde, so wie dies durch die wachsende Not geboten ist.“ (Papst Pius XII., Enzyklika Ingruentium malorum)

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Leo XIV. ernennt Bischof, der mit Seminaristen das jüdische Passahfest feierte

Papst Leo XIV. hat heute den 63-jährigen Bischof Ramón Salazar Estrada, bisher Weihbischof von Guadalajara, zum neuen Bischof von Mazatlán in Mexiko ernannt. Am 8. April 2022 dokumentierte Weihbischof Salazar auf Facebook, wie er gemeinsam mit Theologiestudenten im Priesterseminar von Guadalajara an einem jüdischen Passahmahl teilnahm. Katholiken ist es untersagt, das jüdische Passahfest als religiösen Ritus des Alten Bundes zu begehen, da dessen Zeremonien auf den Messias hinwiesen, der bereits in Jesus Christus gekommen ist und die Erlösung vollbracht hat, auf die sie hinwiesen.

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Kommentar: Leo XIV. in Frankreich – das übliche Muster, die üblichen Illusionen und Enttäuschungen

Die Euphorie, in die die Bewahrer der Revolution wegen einiger Sätze gegen die Abtreibung und einiger versammelter Menschenmengen verfallen sind, war auch im Hinblick auf diese Reise von Leo XIV. nach Frankreich vorhersehbar.

Es war die übliche internationale Reise mit großem Medienrummel, mit den üblichen Verweisen auf das Naturrecht (ungeachtet der Ernennungen, die unmittelbar nach der Rückkehr nach Rom in die entgegengesetzte Richtung gingen), mit den üblichen Menschenmassen (die man seit Jahrzehnten überall sieht und die aus den Kirchen verschwinden, noch während der Pontifex auf der Treppe des Flugzeugs steht), mit der üblichen Begeisterung der halbkonservativen Welt (basierend auf einer sorgfältigen Auswahl der Äußerungen von Leo XIV., wobei sie indifferentistische und liberale Sätze geflissentlich übergehen), mit den üblichen Enttäuschungen am Tag danach (wenn, sobald die Euphorie abgeklungen ist, deutlich wird, dass im Vatikan alles wie zuvor weitergeht und es im besuchten Land sogar noch schlimmer ist als zuvor), mit den üblichen Statistiken über junge Menschen und vielleicht über „Bekehrungen“ (die pflichtbewusst verschweigen, wie viele nach der Firmung die religiöse Praxis aufgeben, und vor allem, worauf sich die Bekehrung bezieht … zum katholischen Glauben oder zu seiner modernistischen „Light“-Version?).

Also alles nach Plan, in einem Land, in dem sogar die Mehrheit der Pseudorechten um Marine Le Pen für die Verankerung des Abtreibungsrechts in der Verfassung gestimmt hat, und in einer Gesellschaft (nicht nur in Frankreich), in der man zu Pop-Events, die – zwischen Schaulustigen, Selfies und lärmenden Gruppen – die x-te Menschenansammlung inszenieren, niemals „nein“ sagt.

Im Übrigen bezeichnete selbst Papst Franziskus Abtreibungsärzte als „Mörder“ und würdigte anschließend Emma Bonino; er sagte, es gebe zu viel „Schwulerei“ in den Priesterseminaren, und fragte später: „Wer bin ich um zu urteilen?“. Doch diese Masche ist mittlerweile alt: Man denke nur an Benedikt XVI., der an einem Tag gegen den Relativismus wetterte und am nächsten in einer Moschee in Richtung Mekka betete. Wir haben es hier mit der klassischen modernistischen Taktik zu tun, die in „Pascendi“ dargelegt wird: Danach kann man kurz nacheinander sowohl A als auch Nicht-A vertreten, um so alle zufrieden zu stellen und gleichzeitig alle zu verärgern.

Es ist nicht nötig, sich ausführlich mit den liberalen und indifferentistischen Äußerungen von Leo XIV. in diesen Tagen in Frankreich zu befassen. Es ist unwichtig, wenn man den Kern der Sache verstanden hat.

Sicher, der Nachfolger von Franziskus kommuniziert auf eine subtilere und weniger provokative Weise als sein Vorgänger. Aber wenn das bereits ausreicht, um bestimmte Kommentatoren aus der Fassung zu bringen, bedeutet das, dass die wichtigste Erkenntnis nicht so sehr im veränderten Medienmanagement des Vatikans liegt, sondern in der Absenkung des Urteilsvermögens nach Jahrzehnten galoppierenden Neomodernismus.

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Deutschland: Die Bischöfe machen den Bock zum Gärtner

Man traut seinen Augen nicht, aber es steht da, schwarz auf weiß, in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz: Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße wird die DBK-Kommission für Familie, Jugend und Erziehung leiten. Mit Heße wird die Leitung dieser Kommission ausgerechnet einem Oberhirten anvertraut, in dessen Erzbistum seit mehr als einem Jahr ein erbitterter Streit um Fragen von Familie, Jugend und Erziehung geführt wird. Der Auslöser: das Rahmenkonzept des Erzbistums für sexuelle Bildung an katholischen Schulen.

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