Der emeritierte Weihbischof Marian Eleganti übt Kritik an der Audienz, die Leo XIV. am 31. Juli mit der 80-jährigen Patti Smith – einer Sängerin aus Chicago, die sich für Abtreibung und Homosexualität einsetzt – abgehalten hat. Sein Hauptargument hinsichtlich des „Niedergangs des Petrusamtes“ lautet, dass das Papstamt von den Persönlichkeiten einzelner Päpste in den Schatten gestellt worden sei.
Zum ganzen Artikel Bischof Joseph Strickland stellt in einem kürzlich veröffentlichten Video die Frage, ob das Zweite Vatikanische Konzil Kompromisse mit der modernen Welt eingegangen sei.
Er erinnert an die Warnungen des heiligen Papstes Pius X. vor dem Modernismus als „Sammelbecken aller Häresien“. 1910 verlangte der Papst von Priestern, Bischöfen und allen, denen die Glaubenslehre anvertraut war, einen Eid gegen den Modernismus abzulegen, in dem sie schworen, dessen Grundsätze abzulehnen und die apostolische Lehre treu zu bewahren.
Dieser Eid, so Strickland, spiegelte die Überzeugung wider, dass der Modernismus eine dauerhafte Gefahr für das Leben der Kirche darstelle. Zwischen 1910 und 1967 mussten ihn alle geweihten Priester ablegen – und damit, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nahezu alle Teilnehmer des Zweiten Vatikanischen Konzils.
„Wie sollten diese Bischöfe ihren Eid während eines Konzils verstehen, das eine neue Beziehung zwischen Kirche und moderner Welt anstrebte? Wie ließen sich die kompromisslosen Warnungen des heiligen Pius X. mit dem Wunsch des Konzils nach stärkerer Auseinandersetzung mit der heutigen Gesellschaft vereinbaren?“, fragt Strickland. Solche Fragen dürfe man nicht einfach abtun – sie verdienten eine sorgfältige, ehrliche und gebetsvolle Auseinandersetzung.
„Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen der Verkündigung des Evangeliums an die Welt und der Zulassung, dass die Welt zum Maßstab wird, an dem das Evangelium ausgelegt wird“ – genau darin liege der Kern der heutigen Krise, so der Bischof.
Strickland weist darauf hin, dass das Konzil im Unterschied zu allen früheren ökumenischen Konzilien keine neuen Dogmen definierte und keine neuen Häresien verurteilte. Sowohl Papst Johannes XXIII., der es eröffnete, als auch Papst Paul VI., der es abschloss, bezeichneten es als „pastorales“ Konzil. Paul VI. selbst erklärte am 12. Januar 1966, das Konzil habe angesichts dieses pastoralen Charakters bewusst auf unfehlbare dogmatische Definitionen verzichtet. Ziel sei gewesen, die ewigen Wahrheiten des Glaubens der modernen Welt zugänglicher zu machen.
„Kann sich die Kirche auf die moderne Welt einlassen, ohne deren Vorannahmen zu übernehmen? Diese Frage ist heute dringlicher denn je“, so Strickland.
Besonders kritisch betrachtet er „Gaudium et Spes“, die Pastoralkonstitution über die Kirche in der modernen Welt, die das katholische Leben der letzten sechs Jahrzehnte tiefgreifend geprägt habe. Während viele darin eine positive Entwicklung sähen, hätten andere ernste Bedenken geäußert, dass manche Formulierungen über eine echte Auseinandersetzung hinaus in Richtung einer Anpassung an den Zeitgeist gingen. Diese Bedenken verdienten sorgfältige Abwägung – gerade weil der heilige Pius X. gewarnt habe, der Modernismus dringe oft schleichend in die Kirche ein, getarnt in scheinbar vernünftiger Sprache.
Strickland erinnert zudem daran, dass Kardinal Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., „Gaudium et Spes“ einmal als eine Art „Gegen-Syllabus“ zum „Syllabus der Irrtümer“ Papst Pius’ IX. bezeichnete – als Versuch der Versöhnung zwischen Kirche und Moderne. Das werfe die Frage auf: Wenn die Kirche zuvor so eindringlich vor Liberalismus, Rationalismus und Zeitgeist gewarnt hatte, was genau sollte dann versöhnt werden? Waren die Bedenken hinter jenen Warnungen nicht mehr berechtigt, war die Gefahr verschwunden – oder hatte die Kirche lediglich einen anderen pastoralen Ansatz gewählt, ohne die früheren Warnungen zurückzunehmen? Auch das seien Fragen, die wohlüberlegte Antworten verdienten.
Kritiker des Konzils sehen darin nicht nur inhaltliche Irrtümer, sondern machen es teils auch für eine schwache, halbherzige Katechese in Pfarreien und Schulen verantwortlich – begünstigt durch die vom Konzil geförderte stärkere „Hinwendung“ zur modernen Welt.
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Zum ganzen Artikel Die Ministerpräsidentinnen von Italien und Dänemark, Giorgia Meloni und Mette Frederiksen, haben in einer gemeinsamen Erklärung vor Migration nach Europa gewarnt und wollen mehr Abschiebungen ermöglichen. „Die Einhaltung unserer Gesetze muss Hand in Hand mit dem Respekt vor den europäischen Werten gehen. Das gilt für illegale Migranten, aber auch für die Millionen ausländischer Bürger, die legal in unseren Ländern und in ganz Europa leben“, so die Erklärung.
Zum ganzen Artikel Die Laienpredigt ist vom Vatikan nicht erlaubt. Wenn er davon erfahre, dass nicht geweihte Menschen predigten, werde er aber nicht disziplinarisch eingreifen, so der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. „Für unser Bistum ändert das Verbot für die Laienpredigt in der konkreten pastoralen Praxis nichts“, so Kohlgraf.
Zum ganzen Artikel Erzbischof Anthony Randazzo ist seit dem 25. März Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte. Das Dikasterium wacht über das rechte Verständnis, die Auslegung und die Anwendung des Kirchenrechts in der Weltkirche. „Ich bin fest davon überzeugt, dass ich mich dem Kirchenrecht nicht widmen kann, ohne zuvor vom Evangelium genährt worden zu sein, denn das Recht der Kirche ist nie Selbstzweck; es steht immer im Dienst des Evangeliums und des Heils der Seelen“, so der Bischof.
Zum ganzen Artikel Es hatte in der Donaumetropole römische Sommertemperaturen, 40 Grad und mehr. In der Minoritenkirche wurde das Patroziniumsfest, Maria Schnee, feierlich begangen, mit einem großen Hochamt, Schneefall, barocker Kirchenmusik, mit den Schwestern der Trösterinnen vom Heiligsten Herzen Jesu und vor allem mit einem Neupriester, der den Primizsegen spendete.
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